Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
216
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Brille,

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fanget, der um das Jabr 1270 schrieb, gedenkt der Brille»in der Sammlung der Minnesänger, und sagt ausdrücklich,daß alte Leuie sich ihrer zum Lesen bedient hätten; GötzNützliches Allerley. V. S- rc>8- D>ei-nigen, wel-che aus MlßncrS Minneliedern beweisen wollen, daß dirBrillen schon um n6ü bekannt gewesen wären (Monatli-che Co> respondenz zur Beförderung der Erb-lind Himmelskunde Jul. i8oz. S-41-42.) nebme»vermuthlich an, daß Mißner schon um diese Zeit geschrie-ben habe, welches aber noch nicht erwiesen ist. Auch auseinen» griechischen Gedickte aus der Mitte des irten Jahr-hunderts , das aus der Pariser Bibliothek aufbewahrt wird,hat man beweisen wollen, daß damals schon eine Art vonVergrößerungsgläsern zu Constantinopel bekannt gewesenseyn müßten, weil sich der Dichter über die Aerzte lustigmacht und von ihnen sagt: „sie befühlen den Puls der Kran-ken und besehen ibreExkremente durch Glas sMonatl»Correfpondenz a a. O); allein die Worte: durchGlas, sind nicht nothwendig von einem Vergrößerungsglase;u versieben, sondern die Aerzte bedeckten wohl nur die Cx-cremcnte mit Glas, um sich, bey dem Besehen derselben,vor dem Übeln Gerüche zu schützen. — Im Jahre 1482kommt bereits die erste Spur von einem Bnllenmacher zuNürnberg vor; Kleine Chronik der ReichsstadtNürnberg. Altdvrf. 1790 S- 40. Die Brillen ausBernstein wurden 1691 von Christian PorschinenzuKönigsberg in Preußen erfunden; wenn der Bernstein ge-schliffen war, sott er ibn in Leinöl, wodurch er die gelbeFarbe verlor und durchsichtig wurde. Universal-Le-xic 0 n. kll. p igor. Die Kiciclbrillen. welche aus durch-sichtigen Kiesel» geschliffen werden, hat man un Jahr 1802in England erfunden. Englische Miscellen, iz-Bd.i. S tück. S. iz. 14.

Bullen sind in der Befestranngskunst kleine Merke, die manan den Außenwelten, z. B. an den halben Monden, anlegt,

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