Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
268
JPEG-Download
 

r^8 Buchbinde! krr^st.

zusaimnengkbcftct und zujammcngelkimt. Das Leimen der 'Bücher erfand PhiitatiuS zu Arheu, nach dem Berichtdes Photius Bibliothek, Kap. 80. Eine Deckewurde nach nicht auf diese Bücher gemacht, sondern siewur-dcn in Futterale von Leder, Pergament, Holz, Elfenbein,Gilbcrblechcn mit getriebener Arbeit, wie man schon zuHier onyinus Zeiten that, gelegt; in der Folge aber be-festigte man diese Dinge auf das Luch selbst, und zwarnur auf die obere Seite desselben , weil ehedem die Bücherin den Kibl otheken nicht so wie fetzt aufgestellt wurden, daßman den Ruck,ii derselben sah , sondern sie wurde» auf diruntere breite Seite gelegt, daher man nur diejenige Seile/welche in die Augen fiel, mit einci Decke versah;

6 or/rrcc»/i? p. An die Stelle dieser kostbaren Decke»kamen im XI. Xli. und xm. Jahrhundert dicke Bretcr oderhölzerne Tafeln , die anfangs ganz bloß und mit Strickenzugebunden waren; in der Folge aber überzog man diescTa-feln mit Schwcinolcder und Pergament, und band sie mitRiemen zu. Kostbare Schriften wurden sogar mit Sam-met und Seide äberzoaen, auch mit goldene» und silberne»Verzierungen und mit Edelsteinen geschmückt. Im 12. undizte» Jahrhundert wurden auch die Ecken der Bücher mitmessingenen und kupfernen Bleche» beschlagen und die Bü-cher mit Clausuren oder Gcspcrrcn versehen, wodurch sieZusammengehalten wurden. Diesen Band fand ma»aber zu schwer, man verwarf daher die Holztafcln wie-der, und gab den Büchern bloß eine Bedeckung vo»reinem Papier oder reinem Pergament oder von schonbeschriebene!» Pergament, aber ohne Skeifung. Dahie Bücher bis jetzt noch nicht so ordentlich geheftet, son-dern jeder einzelne Bogen nur mühsam ganz mit Perga-mcnlstreifchen durchschlungen, und fest an den andern ange-schnürt wurde; da ferner das Pergament keine Skeifunghalte und sich krümmte, so waren auch die Bande unförm-lich und ohne Dauer. Indessen war doch das Zusammen-rollen der Bücher längst vergessen, und die Bücher hatten

durch-