Band 
[Zweyter Theil.]
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Vnchbindsrkunst.

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durchgängig ein solches Format, und wurden auch so ge-falzt, wie beut zu Tage. In der Felge wurde das Hefte»mir Faden und Nadel erfunden, und der Einband nähertesich iminer mehr unsern, jetzigen. I»i Jahr 14;; gab esschon Buchbinder in Nürnberg; K l c i n e C h r 0 n i k Nürn-bergs, Airdorf. 1790. S- 5>. Jni i6wn Jahrbun«dcrt war schon der Gebrauch üblich, den Schnitt der Bü-cher zu vergolden, oder nur Faiben anzustreichen. Mit demI7tc» Jahrhundert wurde die Buchbinder kunsi mehr ausge-bildet, denn in demselben kamen die englischen und französi-schen Bande auf. Unter Ludwig Xlll, , der von 1612 bisi6z2 regierte, wurden in Frankreich die Gebetbücher inkostbare Zeuge eingebunden und mit goldenen Klammern ver-sehen ; sie gehörten gewöhnlich zu den Hochzeltgescheuken,und es waren die Wappen, NamcaSzügc und Devisen derEhclcutc darauf angebracht; Vcrsuch eiucr K ulrUr-geschichte von den ältesten bis zu den neue-sten Zeiten. Franks, und Leipz. 1798. S. 84.Daß sich die Deutschen um diese Kunst sehr verdient gemachthaben, ist eine bekannte Sache. Der Hofbuehbmder, HerrFriedrich Bartb olomäus Widemann in Mol-scnbüttel, hat die Vertheile und Handgriffe dieser Kunstdurch den Herrn l)r. Bücking in folgender Schrift deutlichbeschreiben lassen: Die Kunst des Buchbindcns.Herausgegeben von v. I. I. H. Bücking.Stcndal 1785. Eben dieser Herr Widemann hatnicht nur einen Pergamentband verfertigen gelehrt, welcherden Glanz und das Facbenspiel der Peclenmutter nachahmt(die Kunst des Bück binden 6 a. a. O- S- 27z —-276), sonder» auch den Marmorband, wo man dem Ledereine marmorartige Schattlrung giebt, und mehrere Farbenso in einander vertreibt, daß das Leder dein Marmocstcineähnlich sieht, zur größten Vollkommenheit gebracht, abersein Geheimniß »och nicht bekannt gemacht (Ebend. S-261. 262.). Auch Herr S cb a sti a n V i e r h ei lig, Uni-versitätsbuchbinder in Würzburg, hat sich als ein geschick-

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