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Buchbinderkunst.
ter Künstler gezeigt, indem er Band, Decken und Schnittfigurirc. Auf die beyden Decken gräbt er in ihre Mitte Fi-gurcii, Sinnbilder aus der griechischen oder römischen My-thologie, so wie sich die bildenden Künstler derselben bedie»»en, oder andere Gegenstände, je nachdem sie ihm von Lieb-haber» angegeben werden, en meäsillon ein. Diese stellter aus dreyfache Art vor: entweder radirt er sie in Golddarauf, so wie man auf GlaS radirt, oder er macht siebraun, auch weiß — hctrurisch oder römisch — ihr Feldhingegen schwarz. Auf den übrigen Theil der Decken machter einen Marmor mit goldenen Adern, welche» ein Laub-werk umschließt. Auf den Schnitt zeichnet er eine Land-schaft, Stadt, Residenz oder eine andere Idee, doch so,daß die Zeichnung nicht immer sichtbar ist, sondern sich demAuge nur dann darstellt, wenn die Blätter schräg gelegtwerden. Ist daher das Buch geschlossen, so bleibt sie ver-borgen, und man sieht dann nur den vergoldeten Schnitt.Es macht keinen Unterschied, ob das Buch ein Octav-Quart. oder Folivband, ob es auf Schreib- oder Druck-papier gedruckt ist. Bey großen Foliobänden macht er auchsolche Figuren, wie auf die Decken, auf den Schnitt.Das Feld der Landschaft bleibt allezeit weiß, und er arbeite-te daran, demselben eine andere Farbe, z. B. die himmel-blaue, zu geben. Beylage zu Nro- 121. derFranks. Reichs. Oberpostaints-Zeitung, 1798-Noch jetzt ist der erste Buchbinder in London, und mankönnte sagen, der vorzüglichste in der Welt, dem es nochkein anderer gleich gethan hat, von Geburt ein Deutscher,Namens Kalthöber. Vor einigen Jahren verfertigte ereinen künstlichen Einband, der zo Guineen oder 221 Thalerkostete. Man lief viele Tage, um das Meisterwerk zu be-sehe»; Lords und Damen waren unter den Besuchern.Selbst der König ließ sich den Band kommen, und deinHerrn Kalthöberdie schmeichelhaftesten Aeußerungen dar-über ertheilen. Für den königl. Tonkünstlcr Zink band er«inst Hayd n ' s Or at 0 ri uin, und vrrserkiste dazu ei»
Tut-