Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
303
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Buchdnickerkunst. zoz

zuerst erfundene typographische Tuchdruckcrkunst zur Voll-kommenheit brachte. Vermittelst dieser dritten Art decBuchdruckerkunst, welche die beweglichen geschnittenen Blich-staben ln gegossene nie callene Lettern verwandelte,war es leicht, viele Hundert, ja sogar Tausend Abdrücke mkurzer Zeit von «nem Buche zu verfertigen, und da maudieselbigen Lettern nachher aufs neue benutzen konnte, sowar man im Stande, die Bücher um einen geringen Preiszu verlausen. Indessen wurde nach Erfindung der bewegli-chen Typen doch auch noch mit Holzcafem gedruckt, wovonman die Beweise in Pfeiffer'S Beyträgen zucKenntniß aiter Bücyer III. E. 524. und in Pan-zer'6 Annalen der deutschen Literatur G- 77 -findet. Noch führte Gritten berg die Aussicht über dieDruckercy, wofür er, außer seinem Antheile als Mitm-rle-ger, von Fausten jährlich goo Goldgülden bekam. Umdas Jahr 145z schoß ihm Faust 1600 Goldgülden zum Bi-beldrucke vor, die Guttenberg mit sechs vom Hundertverzinsen sollte, und dem Faust, zur Sicherheit des vor-geschossenen Kapitals, seinen ganze» Buchdrucker--Apparatverpfändete. Die gegossenen Lettern waren beieits im Ge-brauche,, die größten Schwierigkeiten der Buchdruckcrkunstwaren überwunden, u.id Faust sahe, daß nun ein guterGewinn zu hoffen war, den er al'cr nicht gern mit Grit-te „bergen theilen, sondern diesen vielmehr um seine Er-findung bringen wollte; daher ergriff er die sich darbietendeGelegenheit zuc gänz'ichcn Trennung von Glitten bergen»Dieser harre bisher die versprochenen Zinsen nicht bezahlenkönne», so daß c: jetzt Fausten an Kapital und ZinsenLara Goldgülden schuldig war. Faust fieng daher in, Jah-re 145;, als bereits zwölf Bogen von der lateinischen Bi-bel abgedruckt waren, den berühmten Proceß an, und ver-klagte Guttcnb ergen wegen nicht bezahlter Zinsen emeSKapitals von 1600 Goldgülden; durch Chikanc vcrlor G u t-tenberg den Proceß, und da er nicht bezahlen konnte,wurde er nicht nur von der bisher bestandenen typographi-schen