Buchbruckerkunst. zsi
Blatt der allgein. Lit. Zeitung, Jena. 1822.Nr. i2i. Mit der Buchdruckcrkunst hat auch diejenige po-lygraphische Erfindung , welche Hofmann aus S 'aß-bürg machte, einige Verwandtschaft; er erfand naml ch dieKunst , Kupferstiche und Zeichnungen mit Hülfe einer atzen-den Maicrie ;u vervielfältigen, und sogar Bücher ab-mdru-cken, je nachdem man die Exemplare davon braucht, ohnedaß man nöthig hat, sie von neuem wieder fitzen zu -asfin;Reichspostreuter, 1796. Nr. 22. Hofniann nannteseine Kunst bolxttvp^e. Hiermit bat auch das Versal-renAehnlichkeit, welches der Engländer Joseph Boothden Polyplasiasmus nannte, welchen er als seine Er«findung in folgender Schrift anzeigte: eo /ös
F'ttö/rc, 0» tüe , töe r«oe»/ro»
Fooe/i, ^o,'/,vr/e -Lonv/o», 1789. 8. Zu denneuern Erfindungen in der Buchdruckcrkunst gehört auch nochder Druck biographi chcrKartcn, welche dcrBürger Cd au-treau erfand; dieser gab zwey sinnreiche biographischeKarte» an, welche die Namen aller merkwürdigen Meirichenaufstellen , die vor und nach Christi Geburt gelebt haben.Alle Namen klassificiren sich horizontal neben und unrer ein-ander in die Fächer >, welche von oben herab die Jahrhun-derte, und durch kleine Vertikalstriche die Jahre andenken.Zufolge dieser Anordnung zeigt die Breite eines jeden Na-mens, durch seine Jncidenzpuntte in die Jahrtafel, welchedurch einen breiten schwarzen Strich merklich gemacht wor-den sind, genau die bcbcnslängc eines jeden Mannes an.Diese neue Idee war eben so schwer für den Verfasser, alSfür den Buchdrucker auszuführen. Beyde erreichten aber ihrZiel, und in so fern ist dieses Unternehmen auch von der ty-pographischen Seite, welche die höchste geometrische Genau,igkeit darstellt, merkwürdig. D'>'se?afcl» sind folgendemWerke bcygcdruekt:
/er cks /'
cke efi, tv, 179^,
a/zv'/o/e t-aü'r/r/ee e» /e t?/-
B. Handb. d. Erf. r. Tb. r. Abth. ^ /s-