Buchdruckerkunst. z,z
lebte, dieses zuerst gethan haben soll (In kell. Blattder allgcm. Lit. Zeitung, Jena. rstoi. Nr. 216.);jetzt aber sucht man die aus beweglichen Lettern zusammen-gesetzte Geilen in solide Massen oder Tafeln zu verwandeln.Bekanntlich kam die Buchdruckerkunst durch Erfindung derbeweglichen Lettern zu größerer Vollkommenheit; aber ebendiese Beweglichkeit der Lettern ist auch Ursache, daß sich erst-lich , so oft man ein nützliches Buch wieder auflegt, neueDruckfehler einschleichen ; daß sich ferner im Drucken dieLettern zuweilen an das Papier anhangen, und damit her-ausgezogen werden; der Drucker setzt sie nicht immer wiederan den rechten Ort, urd so entstehen ebenfalls neue Druck-fehler. Diese Unvollkomnienheiten waren besonders bey ei-nem Bücke, das aus lauter Zahlen bestand, sehr kränkend.Firmin Didot, der Sohn des Franz AnibrosiusDldot, dachte daher, als er die allgttiicin geschätzten lo-gartthmischcn Tafeln des Callct drucke» sollte, auf Mit-tel) wodurch er jenen llnvvllkoinmenhciten vorbeuge» tonnte,und dieses gelang ihm dadurch, dass er die mit beweglia-enBuchstaben und Zahlen componirren und aufs genaueste coc<rigirren Seiten, vermittelst eines Gußcs , in an cinnndecHangende Platttn oder unbewegliche Tafeln verwandelte,die man hin und her stellen , werfen , und damit umgehenkann , wie man will, ohne daß sich ein Buchstab bewegt.Durch dieses Verfahren wird das Herausziehen der Lettern,mithin das Entstehe» neuer Druckfehler, wahrend desDrucks, unmöglich gemacht; eindeckt man aber ei-nen stehen gebliebene» Druckfehler, so wird die bley-erne Tafel an dein Orte des fehlerhaften Buchstabensoder der fehlerhaften Zahl durchbohrt, der falsche Ty-pus herausgenommen, der rechte dafür eingesetzt, und wie-der zugelörhet. Auf diese Art wird der Form »ach und nachganz correct. Diese so verbundenen Lettern nennt DidotStereotypen, von körperlich, und iw?rS5,
ein Type, Letter, weil View Typen mit dem Bleyguße,wodurch sie vereinigt werden, nur eineii ächrper, nur ein StückL 2 aus-