24 Buchdruckerkunst.
ausmachen und unbeweglich sind. Die Stereotypen^zumal nach der verbesserten Act, sind allerdings ein Schrittzur Vervollkommnung der Buchdkuckcrkunst ; Correccheit,Gleichheit des Drucks, längere Benutzung der Lettern, Er«sparnch am Material und Wohlfeilkcit der Bücher sind dirVortheile, welche die Stereotypen gewahren; besonders kanndiese Erfindung für Bücher, die oft aufgelegt werden müs-sen, z. T. für Schulbücher, Gesangbücher, Bibeln, für denDruck der Classiker, auch der logarithmischen Tafeln und Bank-noten v. s w. von Nutzen seyn. Flrml» Didot druck-te schon im Jahre 1795 die logarithmischen und trigonome-trischen Tafeln dcö Fraiifais Callet mit Siercclypcnoder mit Leitern , die durch einen Bicyguß ,;aiize
Tafel vereinigt und unbeweglich gemacht waren; Allgcin.gcograph. Ephemeriden, herausgegeben vom-Freyhecrn von Zach, 1799. Jenncr. S. 92.Indexen sind die Stereotypen weder in - noch außerhalbFrankreich als eine neue Erfindung anzusehen, noch viel we-niger kaun man dieselben dem Didvt zuschreiben , ob ersich gleich ei» Erfindungs. Brcvct'darüber ausstellen ließ.Einige halten vielmehr die stereotypi scheu Drucke ur-sprünglich für eine Erfindung der Hollmider- Dem
X»»/? e» I-e/rc»- Lüt/a. 1798. Nr. 2Z2. zufolge,besaß man in Holland schon seit mehr als 100 Jahren dioKunst, mit stehenden Lettern Drucke von blcibendcr'Daucczu verfertigen, welche eben die Vorzüge besaßen, die mauDid 0 t 6 stercorypischen Lettern zuschreibe, nur daß jenenLettern der schöne Schnitt mangelt. Der Erfinder diesernützlichen Kunst war, für Holland, I. van der Mey,der Vater des bekannten Mahlers dieses Namens, welcherzu Ende des i7tcn Jahrhunderts in Lcydcn wohnte. MitHülfe des Predigers bey der damals dort blühenden deut«scheu Gemeinde, Namens Müller, welcher besondersfür eine genaue Corrcctur sorgte, verfertigte und goß er dieunbeweglichen Fonucn oder Platten zu einer holländischenBibel in Quart, von welcher viele Tausend Abdrücke abge-
zogen