Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
329
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Duchdruckerkunst. zz 9

Jahr 1802 schon so weit gekommen, daß die Auflage einergewissen Bibel, die mit beweglichen Lettern 1020 Pfund ko-stet, mit den verbesserten Stereotypen nur r;o Pfund Auf-wand kostete; Intel!. Bl. der ailg. Lit. Zeit., Je-na. >8oo. Nr. yS. Samuel Falka von Krkfalva,ein gcbvrner Siebcnbürgc und Schriftschneider bey dei königl.Univeifttats Hauptbuchdruckerey in Ofen. kam von selbstauf die Erfindung der Stereotyp» 11, als er noch in Wien dieZ^chner», Kraoir--und Schrififchneidekmist stndirtc, undüb,errichte am yicn Jumus 1798 dem Kanter stinc erstegut gcningene Probe mit Stereotypen zu drucken; seinezweyte Probe erschien zu Ofen, den 7tcn May 1800, zumNaniensfest Jhro kays. Hoheit, Alexandra Paulvw-na, der verstorbenen Gemalin des Erzherzogs Palarinus.In deiiiselden Jahre lieferte er noch drey andere Proben,lind dann Idol die sechste Probe dieser Erfindung; allg.Liter. Anzeiger, 1801. Nr. 179. Schon sein drit-ter Versuch mit den von ihm geschnittenen und dann in einTl.ut zufammengegofienen , nunmehr unzertrennbaren Let-tern oder Stereotypen gerieth sehr gut- Nach gemachterCorrecrur brauchte er nur eine Stunde, die Platte zu gie-ßen , so daß in der zweyten Stunde schon mit solcher ge-druckt werden konnte. Bey seinen Proben soll er die voinGrafen von Scblabcrndorf und vom B. Herb anneuerfnndeiie Verhessruiig der Stereotypen schon früher an-gewandt haben. Durch die von Falka bewirkte Verein-fachung der Stereotypen wird die Erfparniß an Zeug- undSchrifr-Matc-ial, also der Aufwand, so weit gebracht,daß er dazu sechs bis siebenmal weniger braucht, als zumDruck eines gleich großen Buchs mit beweglichen Lettern er-fordert wird. Wenn man z. B- um ein Buch nach gewöhn-licher Weise zu drucken 100 Pfund Material nöthig hak, sobedarf Falka zum Drucke desselben Bachs in demselben For-mat mit seinen Stereotyp-m nist i; - >6 Pfund; Jntcll.Blatt der allg. Lit. Zeitung, Iena. 1821 Nr. 22.Auch der Graf Prvsper von Slnzcndorf kam vonX 5 stlbst