Buchhandel. Z4>
logn« und Paris, die mit Handschriften handelten, stano-iisli, genanne. Die Werke, die sie ausboten, waren in cr-nc größere oder kleinere Anzahl von Heften (l'eciae) zerlegt,wovon in Bologna jedesmal nur vier auf einmal zum Lesenvdcc Abschrcidcn ausgegeben wurden. Der Lese - oder Ab,schreibezins war bei) verschiedenen Werken sehr verschieden;aber auch diese Benutzung von Schriften war so theu^, daßAccmcrc eben so wenig daran denken konnten, große Werkezu lesen, als sie zu kaufen; Meuscls Leitfaden zurGeschichte der Gelchrs. 2. Abschnitt. S- 686.687. In Paris suchte man den übermäßigen Preis derBücher dadurch herabzusetzen, daß niemand daselbst mit Bü-chern hand ln durfte, als wer von der Akademie die Erlaub-niß dazu halte, wie die Gtarutcn der Universität PariS vornJahr 1Z42 beweisen. Die Abschriften wurden von gesetztenPersonen durchgesehen, berichtiget, und der Preis dazu be-stimmt. Ein Schulbuch von 100 Seilen kostete höchstens10 Sols. Die Buchhändler durften von Studenten nichtmehr alS 6 Deniers yom Liore, aber io Dcniers von an-dern Pelsoncn Personen Profit nehmen. Buchhändler, dienicht von der Universität in Pflicht genommen waren, durf-ten nur Bücher verkaufen, die nicht über 10 Sols kosteten.Peter Scholffer, der nachherige Gehülfe Fausts,war noch 1449 ein Schreiber in Paris, und nannte sichnachher in den Unterschriften der ersten gedruckten Bücher;cierioum clioecekco5 dko»unt,'ri3e, weil diejenigen Schreiber,die studirt halten, in Paris Llerici genannt wurden.
Der jetzige Buchhandel entstand mit dem Anfan-ge der Buchdruckerkuiist, und war ursprünglich das, waSwir den Büchervcrlag nennen, indem diejenigen, wel-che Bücher druckten, auch zugleich Buchhändler waren, wirschon Faust's Beyspiel beweiset, welcher der erste Tuch-Händler war, und die von ihn» gedruckten Bibeln nach Pa-ris zum Verkauf brachte. Aus diesem Bnehcrvrrlag ent-stand erst dkk Gmiinciitshandel, als sich MittelspersonenP 2 fände»