Band 
Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
Seite
183
JPEG-Download
 

Log.

wie tln Pitotscher Strommesser, «nt> so gestellt, daß ihreMündung gerade nach der Richtung, in welcher das Schiffsegelt, gekehrt ist. Das Obertheil der Röhre ist so ge-krümmt, daß es durch eine Oeffnung, weiche im Schiff überdem Wasserspiegel angebracht ist, bis in's Vorderkastell hin-aufreicht; am Ende derselben ist ein Deckel angebracht, inwelchem ein Loch befindlich ist, in welches eine gläserne Röhre,von der Größe einer gewöhnlichen Tarometerröhre, paßt, undda eingekittet wird. Das Gecwasser nimmt seinen Wasser-stand in der kupfernen Röhre, und kommt in der gläsernenRöhre, welche über diesem Wasserstande ist, nicht zum Vor-schein; gießt man aber etwas Ocl in diese Röhre, bis eöhinaufsteigt, so bekommt man eS zu sehen, weil das Oelleichter als Wasser ist und oben aufschwimmt. Die Glas-röhre trägt eine Scale, davon der Nullpunkt auf den Standdes Oels trifft, wenn das Schiff in Ruhe ist; segelt nundas Schiff, so wird das Wasser, sammt dem darauf schwim-menden Oel, in den Röhren durch den Zug, und nach Ver-hältniß der Geschwindigkeit, mit welcher das Schiff segelt,in die Höhe getrieben, und giebt dadurch das nautische MaaSseiner Fortrückung zu erkennen. Busch Alman. d. Fort'schritte, II. Bd. S. 485. 486. Hierbey ist die Bedenk'lichkeit, daß sich das Ocl in der Glasröhre anhängt und esschwer macht, die Grenze der Oelsäule zu erkennen. Ehe-ster Gould, Kaufmann aus Rom, in der GrafschaftOneida in Neu-Dock, behauptet eine neue Art vonLog oder eines Fahrtmessers für Seeschiffe erfunden zu haben,worüber er am 26. May 1800 ein Patent erhielt, welchesim anck rnanu/act. Leptbr. lgoa.

x. 225. bekannt gemacht worden ist- Das Instrument istso eingerichtet, daß es stets tief im Wasser bleibt, daher esnichts von den Wellen und Stürmen leidet, welche die Seebewegen. Ist das Flügelrad, als der vorzüglichste Theilder ganzen Vorrichtung, gehörig adjustirt, so zeigt das In-strument stets die wahre Entfernung, und es läßt sich, daes klein und tragbar ist, ohne Mühe in das Schiff ziehen.

M 4 Auch