LQO Lotterie.
trag gemeiniglich zu öffentlichen Gebäuden verwendet wor-den ist.
Aber Sauval und einige andere schreiben die Anfüh-rung der Lotterien einem Manne aus Lyon, Namens dßChuycs zu, weicher zwar seiner Profession nach ein Gold-schläger war, aber große Kenntniß der Handlung halte. In,zwischen ist dieser nie, sondern nur Tonti in den königlitchen Patenten genannt worden-
Dieser de Chuyes hat auch, wie Sauval meldet,die Benennung Lotterie, welche damals schon in Italien ge-bräuchlich war, vorgeschlagen, welche aber die übrigen In-teressenten nicht gebilligt haben. So viel ist gewiß, daß derName Lotterie in Frankreich erst «ms Jahr 16; 8 gebräuchlichworden ist. Denn in einer königlichen Verordnung vom Jahre1658 kömmt zum erstenmal loreriö vor. Gewiß ist dec Na-me in Italien und andern Ländern früher in Gebrauch gewe-sen, wiewohl Varch i nur daöWort I,orro gebraucht hat.Auch Simon Majolus, ein italienischer Geistlicher,der vermuthlich am Lude des scchszehnten Jahrhunderts ge-schrieben hak, braucht den Namen Lotterie. DaS WortLot bedeutet in vielen alten und neuen Sprachen, in derenglische^, schwedischen, dänischen, niederländischen, sor-tein, und es ist offenbar das lorro der Italiener und dasLoos der Deutschen, deswegen es für de» französischcn Ur-sprung des Worts Lotterie keinen Beweis giebt, wie Me-nage gemeint hat.
In England ist die erste Lotterie bereits in den Jahren1567 und > z63 vorgeschlagen, und vom Uten Jan. 1569bis zum 6ten May, wie der Geschichtschreiber sagt, Tagund Nacht hindurch gezogen worden. Man zeigt noch inKondor; bey de- antiquarischen Gesellschaft de,i gedrucktenausgegebenen Plan, aus welchem man erkennt, daß schondamals in England-dcc Name Lotterie gebräuchlich ge-wesen ist. Im Jahre rüiL ward eine zum Besten der engst-