Luftpumpe. 225
tea ohne Einlassung der Luft bewegen konnte. GehlerIII. 6z.
Im Jahr 1685 erfand der Professor Wolferd Sen»guerd in Leyden die Luftpumpe müdem schiefliegendenCylmder, der, weil er in schiefer Lage auf dem Grelle ruht,länger seyn kann als bey der. Boylischcn; Srnguerdbrachte diese Luftpumpe, welche Hahne hat und auch alsCompressionsmalchiiie dient, erst -697 mit Hülse einesKünstlers zu Stande, und Job. von Musschcnbrockänderte sie in den Abmessungen und einigen Nebenumstäudenab. Gehler !l>. 6z. 64. Noch mehr verbessert wurdesie durch van Warum. Busch Alm. IV. S. 98. f.
Franciscus Hawksbee fand, daß bey diesen Ma-schinen nur das Ausziehen des Stempels verdünne, daSHineintreiben aber eine vergebliche Pause verursache, dahererfand er die doppelte Luftpumpe, welche zwey Stiefel hat,durch deren Hülfe man die Luft unlinkerbcochln verdünnenkann, indem der Kolben im andern Stiefel zugleich ausge-zogen wird, wenn man den im erste» hineintreibt. 'Die Kol-ben versah er milBiasenventilen und beschrieb seine Maschine1709. Leupvld verbesserte sie, gab den Ventilen einevorkhetlbaftere Einrichtung und brachte statt der bezähmenStange «nit dem Getriebe einen starken Wagbalken an, andessen beyde» Enden die Kolbenstangen, wie bey Feuerspritzenhängen; an seiner Are steckt ein Hebel, dessen beyde Endenman anfaßt und durch abwechselndes Hebe» und Nudcrdrük-ken die Kolben in Bewegung setzt. Diese Verbesserungenmachte er 1711 und 171z bekannt. Gehler IU. S. 65.
S'Gravc fände erfand eine doppelte Luftpumpe mit ste-hendem Cylinder und eine einfache mit schiefem Cylinder,-welche die Absicht hattin, Hahne zu gebrauchen, die sichbeym Hin» und Herziehen des Kolbens von selbst l» die gtthörige Stellung fetzen, um dadurch die Zeit zu ersparen, dieman sonst auf das Stellen der Hähne verwenden mußte.W. H-ndö. d, Erfind, §r Lh. P I 0 -