254
juftschiffkunst.
schwer, daß man eine Kraft finden muß, welche man derWirkung dcS WmdcS entgegen setzen kann. Hak man dieseKiaft einmal gefunden, so wird es leicht seyn, ihre Rieh»tung zu ändern, und sie mir der Bewegung auf mannigfal-tige Art zu verbinden. Klanchard bat durch Flügel sichdie Kraft zu verschaffen gesucht, allein ohne Erfolg, da derKraftaufwand ungeheuer isi. DaS leichteste Mittel, einesolche Kraft zu erhalten, ist das Steigen und Fade» desBallons, welches man durch Auswerfnng des Ballastes,oder durch Oeffnung deS Ventils, um däs sfa?
§<°,re auszulasten, erhält. Man siebt aber sogleich, wiesehr dieses Mittel beschränkt ist, da nach einigen weni-gen Versuchen der Vorraih von Ballast und Wasserstoff-Gas erschöpft seyn wird. Letu-Brissy bat diesesSteigen und Fallen dadurch erkalten, daß er ein Gewichtan einem freyen Seile auswirft, und wieder aufzieht.Der Ballon wird steigen, während das Gewicht fällt, undfallen, wenn es wieder aufgewunden wird. Man wirddas Fallen dcS Gewichts durch einen Fallschirm verzögern,um durch den nämlichen Kraftaufwand ein größeres Stei-gen des Ballons zu gewinnen. Busch Alm. d. Fort-schritte Bd. V. S. Z07.
In Wien erschien im Jahr 1802 eine Broschüre vomPros. Kaisercr unter dein Titel: „Ueber meine Er-findung, einen Luftballon du red Adler zu re-gieren." Kaisercr beweiset in terselb.n, daß die Ad-ler Kraft genug haben, einen Luftballon zu ziehen; er zeigt.Wie viele derselben nach Verhältniß der Größe des Luftbal-lons hlczu erfordert werden, wie man sie abrichten, vorden Ballon spannen und leiten müsse. Das Ganze istdurch einen Kupferstich noch anschaulicbcr gemacht. Ebenso hat Za-mbaccari in Boloqna bekannt gemacht, daßer endlich die Kunst erfunden habe, die Luftballons nachBelieben zu dirigire». Um aber die Koste» der Versuchezu destceileu, will er eine Subftcipttvn von wenigstens
Kronen