Lumpcnsicb. Lunälabium. 271
tersbausen in Franken unter dem Lumpenschneider ein lang-lick.kes Drahrsicb, fast in der Gestalt einer Snohbank, an-gebracht, worein die Lumpen fallen und auf dae vollkom-menste geremiget werden, weil die Ziedstangc dasselbe sehrschnell bin und her rüttelt. Sonst mußte ein Geselle dieLumpe» vermittelst eines Handsiebs reinigen, welches vielZelt und Mühe kostete. Anzeiger 1792. Nr. Zl. Z2.S- 252. 25z. ( vergl. L u in p c n ce 1 n ige r.)
Lumpensieh. Diese für die Papiermacherkunst so wichtigeVorrichtung verdanken wir dem Herrn Franz Losch gezu Burgthan bey Nürnberg. Sie verdient um so Mehrempfovlen zu werden, weil bey den an dem Lumpenfchneldccangebrachten Sieben sich die Lumpen nur wenige Augen-blicke verhalten, und bey dem Händcsiebcn der in die Höhesteigende Staub den Arbeiter verdrießlich macht, dieLumpen gehörig berumzuschütteln. In dieser bey ihm an-gebrachte» ftchscckigicn, walzenförmigen, inwendig hohlen,auf einem Gestell stehenden und mit Zapfen versehenen Ma-schine, werden die Lumpen durch das Herumdrehen ziinröfter» durch einander geworfen, wodurch noch vieler Staub,Sand und anderer die Welker und das Papier verderbenderUiiiath herausgeworfen wird. Diese Maschine kann, woes die Lage gestaltet, auf einem etwas geräumigen Lumpen«schneider, mittelst eines Seils oder einer Kurbel, durchdie Hand in Bewegung gesetzt werden. Busch Alm. derFortschr. II. 605. (vergl. den vorhcrgch. Arllk. U.Lumpenreiniger in ds. Handb.)
Lunälabium ist ein astronomisches Werkzeug, durch dessenHülse man zu allen Zeiten den richtigen Stand des Mondö,sowohl nach der Länge als Breite, ferner die Sonnen - undMondefittstecnlsse mit leichter Mühe, ohne Rechnung, ganzfetklg und genau sinden kann. Ein neues Lunalablum er-fand der Dr. Lokharius Zumbach von Kocsfeld. —Bion marhemat. Werk schule. Dritte Eröffn.Bon Z. G. Doppelmayr. 1741- Ä. 97.
Lungen-