272 Lungenprobe. Lungenpumpe.
Lungenprobe. Eine für die Theorie der Lungenprobe wichti-ge Beobachtung ist die des Hose. Dr. Schenk in Siegen,ein Kind betreffend, das vier Tage nach der Geburt lebteund dessen Lungen doch im Wasser zu Toden sanken. DasKind kam ausgewachsen und stark zur Welt, athmete rö-chelnd und beschwerlich, erholte sich aber dann ein wenig,schrie etwas Heller, behielt aber einen kurzen Aibem, wo-bey man keine Bewegung der Brust bemerken konnte. Esstarb am fünfte» Tage »ach der Geburt, nachdem es wegenallzu kurzen Athems nicht hatte saugen können, und nurganz leise geschrieen hatte. Bey der Oeffnung dieses Lin-des zeigte sich das Herz noch ganz blos, und die Wölbungdes Zwergfells ragte noch tief in die Brusthöhle hinein.Die Lungen waren gar nicht ausgedehnt, sondern lagennoch auf beyden Seiten an den Rückenwirbeln, die Farbedes rechten Lungenflügels war durchgängig noch dunkel-braun, und man konnte deutlich sehe», daß noch nie Luftin ihnen enthalten gewesen war. Don der linken Lungewar ein kleiner Theil hellröthlich. Beyde Lungen sankenmit dem Herzen und ohne dasselbe im Wasser unter, undnur der beschriebene bellcörhliche Streif zeigte eine kleine Tcmden; nach oben. Die Blutgefäße der Lungen wa-cn leer,auch waren das /or err/eerr orea/e und der ckuctre; errte-/-MLUL Lotnkkr „och offen. Wahrscheinlich harte daSKind nicht recht athmen können, weil, wie man fand, derrechte Lungenflügel mit seinem untern Lappen etwas zu tiefund zu fest im Unterleibe steckte. Diese Beobachtung be«stätigt die Zuverlässigkeit der Lungenprobe, indem siebe-weißt, daß das Schwimmen der Lungen ein vorhergegan-genes vollkommenes Leben voraussetzt. HufelandSund Himly's Journal der pract. Hcilk. 1809.4tes Stück.
Lungenpumpe. Mit diesem Namen belegte Colcmannein von ihm erfundenes Instrument, womit man bey Er-trunkenen und Erstickten Luft in die Lungen cinblascn undwieder herausziehen kann. Bisher wuß^ man wohl bey
Erkrun-