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Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
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Lustscuche. 279

dieses Uebels ebenfalls und versichert, nach Henslcr,die erste Seuche sey etwas ganz anderes gewesen, als nach-her und jetzt, eine eigne Form der Lustseuche, welches auchsehr wahrscheinlich ist, da sie epidemisch und fieberhaftwar, die jetzige aber chronisch ist. Ob sie aber, »achClossius, ihren Enlstebungsgrund in Hunger, Hitze,Uebecschwemmung u. dgl. allein hätte, ist wohl nicht zurei-chend. Die venerischen d. i. durch Beyschlaf mitgetheiltenZufälle, oder die localcn Zufälle waren schon 1492 da,aber nicht der ?nc>röuL A/rk/rcreL in der nachhecigen Form.

Ob die Seuche schon lange vorher in Ostindien, Ginaund Malabarien dagewesen sey (wie Clossius sagt) istnoch sehr zweifelhaft. Clossius hält die Macranenblos für heimliche Juden, aber 5 u,m,rsnte sagt bestimm-ter von ihnen: er'/'ano ckek/e/-efti/ur'e ^r'/,rerst^e

eir Faeaceni, und erklärt nicht, wie Spren-

gel, für ein Schimpfwort, sondern durch s-r«e/60 ncwel-ker ?,rentc erkka/iefts creckerrte erlrie-

nuto, ejt-eaft nor cfira?,ri7?,ro nor.'s//r.

Nach einiger Meynung brachten diese Marranen einen un-gewöhnlichen Ansteckungsstoff mit, der durch Mitwirkungder damaligen epidemischen Constitution und anderer Umstänrde eine neue Krankheit durch Beyschlaf hervorbringen konn-te, dieß war der AerkftcuL, der damals in Ita-

lien als neu und unerhört ausbrach und sich schnell verbrei-tete. Diese Hypothese, daß die Macranen einen Anste-ckungsstoff mitbrachten, hat starke historische Probabilität,weil man gerade zu der Zeit, wo die unglücklichen und ver-stoßenen Marranen in Italien angekommen waren, den»noe'öuttr Arr/ft'crMr daselbst ausbrechen sah.

Daß es schon vor dem Ende deS lften Jahrhunderts ei-ne Form von Lustseuche gegeben habe, läugnen noch meh-rere; auch glaubt man, daß die baldige Umänderung ihrerForm in einer andern Combination, als die von 1492war, gelegen habe. Nach dem Anfange des i 6 ten Lnoc.

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