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Lyra.
Abbildung und umständlichere Nachricht von diesem Jnstrmmente findet mau tu der Aligem. musikal. Zeitung.i8oi. Nr. 47.
Der Professor der Musik, Herr Light in England, hatdie Lyra sehr verbessert. Allgem. Jntelligenzbl. fürLiteratur und Kunst, Leipz. i8vz. 8;tcs St.
Lyrische Dichtkunst begreift die Oden zum Lobe der Gottheitund andere Gesänge, welche die Leidenschaften der Menschennachahmen, wobey man sich gewöhnlich einer vermischtenkurzen Versast bedient. Die lyrischen Gedichte waren beyallen Völkern die älteste Art der Dichtkunst und erhielten ih-ren Namen daher, weil sie zur Lyra abgesungen wurden, wie-wohl doch auch zu einigen Arten die Flöte gebraucht wordenist. Sulzer allgem. Theorie der schönenKünste.III. Tb- S- 2yy. Unter die lyrischen Gedichte der He-bräer rechnet man die Weißagung Jacobs von seinerKinder Schicksal, I. Mos. 4y, z., etliche Gesänge desMoses, 2. Mos. i; und 5. Mos. Z2, das Lied der D e-bora, Richter 5, das Lied der Mutter Samuels,i. König i, 2, das Lied des H-.Skias, Jes. z8,iQ — 20, und, als eins der schönsten Fragmente, den68sten Psalm. Allgem. Llt. Zeit.
Die Griechen halten den Linus von Chalcis für denUrheber der lyrischen Dichtkunst, I. A. Fabricii allg.Hist. der Gclebrs. »752. 2. B. S. 92., dein Or-pheus (um 2700 n. E. d. W.), Amphion, Musäusund Thamyris hierin nachfolgten, deren Gedichte abernicht auf unsere Zeiten gekommen sind- Der älteste lyrischeDichter der Griechen, von dessen Versen etwas auf unsereZeiten gekommen ist, heißt Alkmann; er blnhete in der27sten Olympiade und war der erste von den berühmten neuenlyrischen Dichtern der Griechen. Ob er aus Gardeö inLydien oder aus Lacedämon war, weiß man nicht ge-wiß; Athenäus hak unS einige feiner Verse aufbehalten
und