Magnetische Kugel. — Magnetismus. 325
Magnetische Kugel, f. Kompaß.
Magnetische Waage. Es ist bekannt, daß auch das Eisenden Magnet an sich zieht; wenn man nämlich ein Schiffchenmit einem Magnet beladet, solches auf ei» Becken mit Was«sec setzt und in gewisser Entfernung ein Stückchen Eisen hält,so wird sich das Schiffchen nach dem Eisen bewegen. ImWinter kann man aber dieses Experiment nicht wohl machen,daher Ioblot die magnetische Waage erfand, mit welcherman gedachten Versuch zu allen Zeiten machen kann. DieWaage lst.aus Messing oder Silbecdraht, in die eine Waag-schale legt man den Magnet und i« die andere eine eiserneKugel, wodurch man eben die Versuche, wie mit dem Schiff-chen, machen kann. Tions mathematische Werk-schule. Vierte Auflage, vermehrt von Dop-pelt» ayr. 1741. S. l«;.
Magnetismus- Der thierische Magnetismus ist die Einwir-kung des Magnets in thierische Körper, um dadurch man-cherley Krankheiten zu heilen, welche Heilungsartcn dahermagnetische Euren genannt werden. Schon in denältesten Zeiten stand der Magnetstein bey den Chaldaern,Cgypticrn, Hebräern, bey den griechischen und römischenAerzten in großem Ansehen, und die Chineser brauchen nochjetzt den Magnet in der Arzneykunst am stärksten.
Di 0 sc 0 rides gab den Magnet gepulvert zu drey Granwider die Vcrdickung der Säfte ein, und Galen rühmtihn als Purgiermiktel in der Wassersucht. Halle MagieIV. S. 166 —170. Aetius, der gegen das Jahr 500n. Chr. Geb. lebte, behauptete, daß eln in der Hand gebal<tcner Magnet wider Chiragra, Podagra, krampfichte Zu-fälle, Gicht der Gelenke dlcne und, an den Hals gehalten,Kopfweh und Zahnschmerzen heile. Eben das. und An-ripaudoral. S. 4Z6. Avrceuna, im eilften Jahr-hundert, schrieb ihm die Kraft zu, Kröpfe zu heilen undNervenschmerzen zu linder». Paracelsus (fr;4i)gab
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