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Mahlstein. Mahlzeiten.
Mahlstein; s. Grenzstein.
Mahlzeiten. Die Nachrichten von den Gebräuchen derGallier und Franken bey idcen Mahlzeiten und Festen findetman beym Diodoc aus Sicilicii, Strabo undLl theil aus, welcher letztere den Pofidonius anrührt.Die Celten, sagt Athen aus, essen auf der Erde aufHeu, und haben sehr niedrige hölzerne Tische vor sich. Altle Geschichtschreiber erzählen, daß die Gallier bey ihrenGastmahlen, anstatt der Becher, sich der Hirnschalen derim Kriege erschlagenen Feinde bedienten. Aber sie brauch»teu auch hierzu die Hirnschädel ihrer Bätcr, Bruder undFreunde. Sie betrachteten dies als eine religiöse Ccrenio»nie, wodurch sie öffentlich ihre Ehrfurcht für Personen zei-gen wollten, die ihnen so lieb gewesen waren, und um sichihre Freunde wieder ins Gedächtniß zu bringen. Biswei-len bedienten sie sich auch einer andern Art von Becher,worauf sie einen großen Preiß setzten. Dieses war daöHorn eines Ucus, eine Art sehr wilder Stiere, von un-glaublicher Starke und Gehend,gleit,' die man in den galli«eschen Wäldern nicht ohne die größte Gefahr angreifen konn-te. Die Gewohnheit, aus dergleichen Hörnern zu trinken,blieb in Frankreich bis zum izkcn Jahrhundert. — Zuder Zeit, da Gallien noch in der Tacbarey versunken war,und die Franken, so wild wie die alten Celten, noch diedeutschen Wälder bewohnten, war die Zeit ihrer Mahlzei-ten wohl nicht regelmäßig bestimmt. Da sie keinen Acker-bau betrieben, sondern ihre Zeit nur mit Jagen, oder aufihren Feind zu lauern, zubrachten, so war ihre vornehmsteMahlzeit des Abends. Nachdem die Nümcc Gallien ero-bert hatten, so führten sie auch ihre Gebräuche daselbst ein.Die Hauptmahlzeiten wurden dann des Abends kurz vorSonnenuntergang gehalten, und wenn sie ausstanden, sowurde gefrühstückt. Die Einführung des Christenthumsund die Erobeuiiig der Franken machten keine Abänderungin dieser Gewohnheit. Die Kirchcnfasten ließen die Abend«Mahlzeiten unangetastet, denn die Verordnungen verbotenB. Handb. d, Erfind, Lter Lh, Z NUP,