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E. d. W.) des Oberältervaters Abrahams, nur inplanen Gemälden bestanden halten, welche Nachricht abernicht bewiesen werden kann. Wahrscheinlicher ist das,was man von der Semiramis ( 1 ° 20Z8 oder 2090)Königin zu Babylon, sagt, welche die Mauersteine, wo»mit sie Babylon befestigte, ehe sie gebrannt wurden, mitallerhand Thieren so natürlich bemalen ließ, als ob sie ge-lebt hätten; auch sollen in ihrem Pallastc ganze Jagden undSchlachten abgemalt gewesen seyn. (s. Email - Malerey.)
Die Egyptier behaupten, daß die Malerkunst beyihnen erfunden und auch 6200 Jahre früher, als bey denGriechen, ausgeübt worden sey; Istb. 55. L. 5.
Leer. 5. p. 681., daß das letztere fabelhaft sey, brauchtkeines Beweises. Richtiger ist die Meynung, daß dieMalcckunst in Lgypten zugleich mit den Hieroglyphen, zueFett des Hermes Trismegistus, also lange vorMose», schon gebräuchlich gewesen sey, denn die Hiero»glyphcn bestanden aus Umrissen gewisser Figuren, die mitFarben ausgefüllt waren. Diese verdienen aber noch nichtProdukte der Malcrkunst, sondern höchstens mit Farbe aus»gefüllte Zeichnungen genannt zu werden. Die Egyptiernennen den Gyges auS Lydicn als den Erfinder der Ma»lerk'unst, der, als er einmal beym Feuer stand, seinenSchatte» an der Wand sah und ihn mit Kohle nachzeichne-te; 8ect. 57. p. 417. diesem nach verdient er
aber nicht Erfinder der Malerkunst, sondern der Zeichner«kunst genannt zu werben. Ich zweifle, ob dieser GygcSmit jenem, der ein Freund des Lydischen Königs Can«da ules war, /untrer. Istb. I. c. 7., eine Person sey;denn da Candaules erst mit dem Romulus, also indem Zeiträume von zrz i bis Z269, nach andern aber garerst von zg2z — z;40 regierte, so hätten die Egyptier dieZeichnerkunst viel zu spat erhalten. Ferner schreibt manauch dem Egyptier Philokles die Erfindung einer Artlinearischer Malccey zu. Allgem. Künstler-Lexi-kon.