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Malerkunst.
scheueten daher die Malerkunst und behaupteten, daß sie leichtzur Abgöiirrey und zur Unzucht rcitze, welches auch Eze-chiel zu bchaupren scheint, wenn er der mit rother Farbeau die Wand gemalten Portrait, der Cbaldäcr gedenkt, dieum die Lenden gegürtet und mit Turbanen geschmückt waren.Ezech. 2z. B- 14. 15.
Auch die Türken duldeten keine Bilder von Menschen undTbieren, sondern nur Laub und Schmtzwerk, s. Arabeö-kenmalerey. In der Allg. Lit. Zeit. Jena i8oz.Nr. 288. führt Herr Böttiger eine merkwürdige, bisherüberschene Arabeskenschilderung an aus TheokritS Ado-„iazusen XV, no-122, wo der mit Laubranken undIrerbiZ coronaril8 bchangene Katafalk des Adonis,den die Königin Bercnike im Pallast zu Alerandria ausge-schmückt hatte, geschildert wird. Diese Stelle enthält einenneuen Beweis, daß die im Orient entsprungene und von demfrühen LgYPten mannigfaltig gepflegte Arabeske ihre kunst-reichste Ausbildung an den prachtliebenden Höfen der Nach-folger Alexanders, besonders der Lagiden erhaltenhabe, und erst später in die ungereimten Schnörkel ausgear-tet sey, die cnp. 2. durch die suäaciarn
tiorurn charaktcristrt. Herr Böttiger in seinen Daien-rrklarungen Tb- 1 . S. Y2 ff. leitet den Ursprung der Ära-besten aus der Tapetti'wlrker, y des O> icnts her. DiejenigeGattung der Arabeske, welche Kiiidetfigurcn aus Blumen-kelchen bcrvorsteigcn laßt, halt er für die ssore8 ckinricira-ts tisbentoZ ex se exeunilg 8i^rIIa des Vikruvs,der seine Zeitgenossen nur wegen des verkehrten Gebrauchsderselben tadelt, und für die älteste unter allen Arabesken,deren Wieg« in der Indischen Xelumbo zu
suchen ist. Diese ist die wundernewücdigste aller durckge-wachsencn Blumen, und erzeugt in ihren Samenkapseln eineWelt voll neuer Sprößlinge. Slc war daher in Indienvon jeher das große Symbol des befruchtenden Princips imWasser. Man sehe die interessante Abbildung i» K Z'.