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Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
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Malerkunst. ZFZ

Account o/Lvr/re Aomarnr 0/ t/ie ^o?--^/rr/i p3A. 85. ^ato XV. irr. 5. Aus

Innen stamme also auch das Symbol des wachsenden undallbefrüchtcndcn Nils, der Horns oder ll-iipocrares aufder lotos, und symbolisch ist also auch die griechische Ara-beske, die uns auf Vasen und andern Denkmälern die lieb«kicksten Knaben - und Mädchcngcstalttn aus Blumenkelchenhervorquellend erblicken läßt.

Bey den Christe» war die Malerkunst anfangs ebenfallsverboten, und erst im itcn Jahrhundert stetigen sie an, hi-storischc Gemälde aus der heiligen Schrift zu dulden, /or-öenr r»Ftriect. /uLtorrco - t/reoko§rc. lila. VII. cns>.9. §. io.

Die Deutschen waren in den ältesten Feiten mit der Be«Peilung der Farben b-kannt, denn sie färbten die Leinwandpuipuifaibig, ^ercrtuL cke Tlckor. 6er7,r. cnp. 17., undwußlen auch Fell. mit bunten Farben anzusprengen, L/ur er.L^cr/ererri. ar/itissuer. lila. I. cup. l6., woraus man schonvermuthen kann, daß sie auch in der Malerlunst Versuchegemacht haben Müssen. Ihre älteste Malcrcy war die, wel-che man auf ihren Schildern fand, die sie, nach dem Berichtedes Tacirus, mil den ausgesuchtesten Farben bemalten;2 "ercrtu§ ck<? Mo/-. 6s/?/ra?r. cap. VI. auch erhellet auseiner andern Stelle des TacituS, daß die Deutschen ei-nige Theile ihrer Häuser mit einer so reinen und glänzendenErde anstricke», daß sie wie gemalt aussahen. Nach derEinführung des Christenthums in Deutschland wurd>n baldHeiligenbilder gemalt und in die Tempel aufgehängt; 2 /er-c/icrrlie^A. 6e^,/rrrn. nrcck. Or^. VI. §. 5. dann fan-den sich die Minlatoren oder Büchermaler unter den Deut-schen ein, welche die Bücher mit allerley Zeichnungen undBilder» zierten und die Anfangsbuchstaben mir Farbe» mal-te». Minialurmalcrey ist die Kunst, Gegenstände im Klei-nen abzubilden, welches entweder nnr runden oder länglichenPunkten oder mit kurzen und feinen Strichen geschieht.

Sulzer