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Malerkunst.
Sulz er muthmaßt nach der Beschreibung eines Gemälde-,die er in einem alten Schriftsteller las, daß die Miniatur-malerey in den mittlern Zeiten, wo die schönen Künste mei-stens ün Staub« lagen, am meisten geblühet habe. DieReichen ließen damals in ihren Kirchenbücher» um die An-fangsbuchstaben kleine Gemälde malen, welche Art der Prachtdamals sehr gewöhnlich war. In dem Kal'inek des Herzogsvon Parma soll ein Missal dieser Art von ausnehmenderSchönbcil se»n, von Oor/r. /re/. gemalt. Seine
vornehmsten Wecke find, nebst denen vollerer. 6rov. Lrrtt.ciek THonte Lroa^ro, vornehmlich in der FloixntinisehenGallerte zu sehen. Vollst, theor. und pract Gesch.der Erfind. 1795. IV. B. S. 47Im achten Jahr-hundert erfanden die deutschen Mönche eine besondere Art-er Malcrcy; sie wußten Goldblättchen sehr fest auf Perga-ment zu befestigen und malten dann mit mehlercn Farbendarauf. Besonders bedienten sie sich dieser Malercy, wennsie Manuskripte von der heiligen Schrift für große Herrenabschrieben. /. ?>ezerrr-ereter i
nranrc. OoertinAne 1761 1 il>. IV. eap. 2 §. n. notue. In den prächtigen Pallästen, die Karl der Großetn Aachen und Jngelh.im bauen ließ, befanden sich prächtigeGemälde, von denen man noch die Beschreibung hat. Ly-ceum der schone» Künste. Bd. I. ?h. I. Berlin 1797.G- 24. Sogar ein Freskvgemäldc in Cöln, das von derZeit Karls des Großen herrührt, bat sich erhalten.Kleine Schriften artistischen Inhalts vonFiorillo. i ho;. r. Bv. Nr. l. Merkwürdig ist, daß,außer der Bildschnitzercy, eine Art auf Holz zu malen, diedem Wind und Wetter widerstand, wie die cnkaastische Ma-lercy, in den mittlern Zeiten selbst bey den PommerschenWenden angetroffen worden ist. Sulzer a. a. O ?k.lll.S. Zl9. Man bat von einem in Deutschland zu Anfangedes zehnten Jahrhunderts lebenden Historienmaler Nachricht,welcher zu Mersiburg den Sieg Heinrichs I. so treffendmalte, daß mau nicht em Gemälde, sondern die Schlacht
selbst