394
Malerkunst.
rrn sie gewiß nicht. Giotto wurde 1276 zu Vcspiguanoim Florenkinischen geboren und starb izz6; er war »ach derWiederherstellung der Malerkunst bereiste, der seine Figu-ren in den Gemälden verkürzt, in Bewegung und bekleidetvorstellte. Allgem. Künstler - Lex. Zürch. 176z.S. 228.
Margarithone, ein Maler, Bildhauer und Bau-meister, geb. zu Arezzo 1242, f 1^17, war der erste, der sei-ne hölzernen Tafeln mit leinenen Tüchern überzog, solche ver-mittelst einer Pappe aus gekochten Pergament - Schnitzelndarauf befestigte und mit Gips übergründele, damit sie keineSpalten werfen konnten. Allgem. Künstler - Lex. r.Suppl. 1767. S. 172.
JustuS von Padua, der iZ4o lebte, trug auchviel zu dem Aufkommen der verfallenen Malerkunst bey.
Im i4ten Jahrhundert fieng man an, das Helldun-kel oder die geschickte Dcrtheilung deS Lichts und Schattensauf Gemälden, kennen zu lernen.
Stcphanus da Lapo, geb. zu Florenz izor.f iZ5o, machte den Anfang, die Manier seiner Vorfahrenzu verlassen» vervollkommnete die Perspektive in der Maler-kunst, denn seine Verkürzungen waren bis dahin etwas Un-gewohntes und Neues, (Allgem. Künstler-Lex.Fürch. 176g. S. 228.) wie er denn auch in seinen Ge-mälden zuerst wieder die Glieder unter dem Gewände be-merkte. Allgem. Künstler-Lex. r. Suppl. 1767.S. 172.
Der Maler und Bildhauer Dell» von Florenz, der1421 starb, zeichnete nach Wiederherstellung der Malerkunstzuerst wieder die Muskeln richtig. Ebenda s. r. Sup-pl ein. S. 32.
Die Bildhauercy gieng überhaupt der Wiederherstel-lung der Malcrcy voran und hatte schon mehrere trefflicheKunstwerke geliefert, als im i;. Säe. die Freskogeinälde
d«6