Malerkunst.
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des Thomasio da St. Giovanni, gewöhnlichMasaccio genannt (geb. 1402 zu St. Giovanni di Dal-dorni im Florcntinischen Gebiet, 1 ° 144z.) die ersten Ver-suche besserer Nachbildung waren und von Seiten der An-ordnung, der Einheit und der Wahrheit des Ausdrucks schonkein geringes Verdienst hakten. Er verbesserte die Falkender Gewänder, indem er dem Anständigen der Natur folgte,und war der erste, der seine Figuren sitzend vorstellte, dasie vorher gemeiniglich auf den Spitzen der Füße stehend ge-malt wurde». AUgem. Künstler. Lex. 176z. S.Z2H. Panicale, genannt Massolino, Maler zuValtelia, hatte seinen Figuren eine Art von Größe und Be»negung und Massaccio Leichtigkeit und Grazie gegeben.Massolino starb schon im ;7. Jahre seines Alters um1440. Allgem. Künstler - Lex. Zürch 176;. S.Z92. Handwvrterb. der schönen Künste. Leip-zig. 1795. Erster Band. S. iyr. Andrea Mon.tagne suchte damit Schönheit und Form zu verbinden undbenutzte dazu das Vorbild der Antike, nur war sein Ge-schmack noch zu roh und seine Phantasie verlor sich meistensins Groteske. Mehr Nachahmer der Natur war LucaCignorelli, der erste neuere Maler, der seinen Gegen-stand mit Scharfsinn erwog, und das Zufällige vom We-sentlichen abzusondern verstand, Licht und Schatten gehörigvertheilte und seinen Figuren eine bestimmte Bewegung gab.Glänzender noch zeichnete sich Leonardo da Vinciaus, welcher 1445 auf dem Schlosse Vince bey Florenz ge-boren wurde. Er brachte die Kunst der Anordnung ihrerVollkommenheit nahe. Sein Abendmahl ist von dieserSeite betrachtet ein musterhaftes Stück, sehr symmetrischin allen Theilen, ohne es zu scheinen, und eben das genauabgewogene Gleichgewicht der einen und andern Seite indiesem Bilde mischt Ruhe der Mannigfaltigkeit bey und be-kleidet die Anmuth mit Würde. Allgem. Lit. Zeit.1799- Nr. 2. Er war auch unter den Neuern der Erste,welcher sich der Anatomie bessß und diese Kenntniß beson-ders