Malerkunst.
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Malcrakademie.) L u d w i g XIV. und sein Minister sorg-te dadurch für die Fvridauec der Künste, daß er dieselbenauf Anstalten stützte. Indessen kamen doch die Malereyund die Künste überhaupt durch die Diktatur in Verfall,welche Carl le Brun ausübte, welcher verlangte, daßalle Künstler, die unterstützt zu werden wünschten, sich.nachseinem ausschließlichen Geschmacke sklavisch richten sollten.Nach dem Tode Poussins, le Sueurs und leBruns blieben nur noch die Elemente des Verfalls, wel-chen letzterer vorbereitet hatte. Er war schnell und kläglich,denn unter Ludwig XV. fand die Kunst sich herabgewür-digt. Indessen hob sich gegen die Mitte dieser RegierungVten über die Unordnung und Bizarrerie zu dem Grund-sätze des Wahren empor, vereinigte Beyspiel und Lehre,brachte irregeführte Talente auf den rechte» Weg zurück undreinigte die Schule durch Leitung des Unterrichts. DerMinister des Unterrichts, Dangivtller, theilte die Ar-beiten des Unterrichts an solche Künstler aus, die sich durchTalente auszeichneten. ES herrschte setzt zwar auch nur eineinziger Künstler, aber nicht durch Despotismus, der dasGenie ködtet, sondern durch Vernunft, die dasselbe auf-klärt, nicht dadurch, daß er sich nachahmen ließ, sonderndadurch, daß er das Studium der Natur empfahl. Hier-durch gelangte die französische Schule zu einem Grade vonGlanz, daß im Jahr 1789 alle Theile der Kunst mit glei-chem Erfolge betrieben wurden und Frankreich nie eine sogroße Menge ausgezeichneter Künstler besaß. Intellig.Blatt der Allgem. Lit. Zeitung Halle. 1804.Nr. 42.
Jacob Bailly, geb. zu Gracey in der ProvinzBerry 1629, erfand das Geheimniß, den Farben eine sol-che Stärke zu geben, daß sie die härtesten Steine durch-drängen, wovon er eine Probe auf einem vier Zoll dickenMarmor zeigte. Die Stärke der Materialien, die er dazubrauchte, beförderte aber auch im Jahre 1679 seinen Tod.Allgem. Künstler-Lcx. Zürch. 176z. S- 28.
Herr