Malerkunst.
tung bestimmt, und muß nur dünn aufgestochen werden;die zweyte dickere, tcigartige Hälfte braucht man zu denletzten Anstrichen. Am besten nimmt man s zu dein letz en,und r z„ be,» ersten Anstrich. Durch einen Zusatz von ge,riebcnen Kühlen, oder bequemer von Kienruß, bekömmtman einen grauen, von Ochcr einen gelben Anstrich. Willman eine Wand anstreichen, die der Witterung ausgesetztist, so thut man »och 2 Unzen Oel und 2 Unzen weißeSPech in die angegebene Mischung. Man schmelzt daS Pechbey einer gelinden Wärme in dem Oel, und dann gießt manes in den Teig aus Milch und Kalk. In kalten Jahreszei-ten muß man den Teig zuvor lau werden lassen, damit daShinzugegossene Pech nicht zu schnell erkalte und die Vereini-gung nicht störe. Während deS Anstreickens muß mandrcsc Farbe fleißig umrühren, weil ste sich gleich setzt, unddann nur die dünne Milch oben bleibt. Je »lehr man denGegenstand anstreichen laßt, desto besser und dauerhafter istder Anstrich. Glatt d>S spanischen Weiß (A/wArLte-estrer» kann man auch gemahlene Kreide, ja
selbst gemeine weiße, gemahlene, geschlemmt? Kreide, je-doch von letzterer eine doppelte Quantität, vhngesähr18 — 20 k'otb, je nachdem der Anstrich weiß bleiben, oderdurch Zusätze gefärbt werden soll, dazu nehmen. Soll derAnstrich bleiben, so giebt eine Zuthat von 20 Loth Bley-we.ß statt der 1 2 Lorh spanisch Weiß daS beste Weiß. DieVortheile dieses neuen Anstrichs erklärt de 'Laup aus folgen-de Art: r) beimfarben löst» sich lin Wasser aus, ziehen dieFeuchtigkeiten au und lassen sich deswegen zum Anstrich nie-driacr und feuchter Oener nickr gebrauchen. In der Hitzespringt der Leim ab, in der Feuchkigleik und dem Tbau löster sich aus und fließt ab. 2) Der käsige Theil der Milch,von den Molle» geschieden, ist ein im Wasser unauflösba-res Bmdiingsmitlcl, und besitz! keine der nachthciligcn Ei-genschaften deS andern miimalischcn LelmS. GelöschterKalk ist scharf, äußerst lheiibar und eui vorzüglicher Be-standtheil der Mischung. Der GypS, der an sich eine so
betracht-