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lich auch Kalk nahm, den man in großer Quantität beyAusbesserung des Thurms brauchte. Es ergicbt sich au-jener Rechnung, daß man die Milch nicht blos unter dieWeiße mischte, sondern vielmehr aus Milch, Leim, Salz,Kienrauch und vermuthlich auch Kalt eine ordentliche Farbebereitete und besonders auftrug, denn man brauchte für 2Thlr. 4^ Gr. Milch, welches leicht ein Ohm Milch betra»gen konnte, und diese Quantität ist zu groß, als daß sichvermuthen ließ, sie sey blos unter die Tünche gemischt wor-den. Auch würde man nicht besondere Gefäße zum Kalkund besondere Gefäße zur Farbe gebraucht haben, die dochausdrücklich in jener Rechnung erwähnt werden. Auch inSudpreußen nahmen die Maurer längst Milch und Eyweißzum Anstreiche» der Stube». Die polnischen Maurer wis-sen sogar durch Milch, Kreide und mehrereS Eywciß, unddurch einen dritten ganz dünnen Anstrich, diesem Milchan»strick einen Glanz zu geben, daß die Land Ähnlichkeit mitMarmor und Alabaster bekömmt. Reichs- Anzeiger1804. Nr. i;o.
Der Lcimstoff der Degetabilicn oder der Kleber, vor-züglich der, welcher aus dem Leihen erhalten wird, indemman Weitzenmcbl zu einem Teige macht, diese» in die Handnimmt, und ihn, während daß man immer Wasser darauftropfen läßt, so lange in der Hand durcharbeitet, bis dasWassw belle abläuft, ist, nach der bisherigen Meynung,nur in Ichwachen Säuren und kaustischen Alkalien auflös-bar. Und in der That vermögen nur die genannten Auflö-sungsmikkel auf ihn zu wirken, so lange er fcisch ist; indeßverändern sie ihn, indem sie ihm seine klebende Beschaffen-heit entziehen, und man hat von diesen Auflösungen in denKünsten noch keine nützliche Anwendung machen können.Der Kleber selbst wird in seinem natürlichen Zustande höch-stens zum Kitten dcS zerbrochenen Porzellans angewendet.Wenn aber der Kleber i» freyer Luft anfängt eine Gäh-rung zu erleiden, so vermehrt sich seine Austöelichteik.
Letzteres