^ir Malerschule,
scheu, die Ludwig Caraccio gestiftet hatte. Mi-chelangelo Merigi bildete die Sekte der Naturali-sten. Guido (sein Familienname war Rcni), eintiefsinniger Zeichner, hatte wegen der Eleganz, Sckön-heit und Reinheit seiner Ideen den schmeichclbafkcsten undvielbedeutendsten Pinsel. Leichte Behandlungsart, bewun-dernswürdige Gewänder, unnachahmliche Kopfwcndungfind sein charakteristisches Gepräge. Guercino; (geb.i;yo, f 1666.) der Name heißt so viel als schielend,und dies.n Fehler halte er auch wirklich. Dominichi-n o, g.b. i;8l zu Bologna. Der sinkenden Kunst in derlo»,bardischen Schule gab Carlo Cignani einen neuenAufschwung. Das letzte Auflodern von der Flamme derCaraccischen Schule findet man,in den reizenden Ar-beiten des Franzcschini. — Supplement, zuDollbedings Archiv. Leipzig, 1795. S. iz/.Sulzer Tbeor. der schön. Künste. ?h. III. S.291. 292. Allgem. Lit. Zeit.
4) Die venctianische Schule zeichnete sich durch einfürtreffliches Colorit, durch Erfahrenheit im Schalte» undLicht, durch einen geistreichen und annehmlichen Pinsel,durch einfältige, treue und täuschende Nachahmung der Na-tur aus, verabsäumte aber die Zeichnung. Einige fangenste schon mit Andreas von Murano an, von demman in Venedig ein Gemälde mit der Jahrzahl 1414 zeigt;voriiämlich gründete aber ihr Ansetzn erst Johann Bel-lini, geb. 1426.1- 1514, daher man ihn, so wie seinenBruder, Gentilis Bellini, geb. 142» -j- 1521. ge-wöhnlich für den Stifter derselben hält. Johann Belr!ini machte seinen Zeitgenossen das bisher unbekannte Vcr«fahren mit Oel zu malen, welches er durch List von Anto«nius von Messina gelernt hatte, bekannt. Er ver-einte zuerst die Verschmelzung mit der Lebhaftigkeit der Far-ben, welches damals die Hauptbeschäftigung der vcnekiani-scheu Maler war. Ihre größten Meister waren aber die
beyden