Band 
Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
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Malz.

Ein WiSpel, mehr oder weniger, Gerste oder Wei-zen, wird in einem Bottiche einige Stunden unter Wassergesetzt, alsdann das Wasser abgelassen und ausgetragcn,und wie folgt bearbeitet; oder der Weizen und die Gerstewerden gleich trocken an den Ort, wo man sonst dieselbewachsen läßt, auf einen Hausen geschüttet, oben etwasplatt gestrichen, mit Wasser aus einem Eimer mit der Hand,besser aber mit einer Gieß ' oder Brausekai,»e, so langebesprengt, bis der Hauten überall naß erscheint. Alsrannwird der Haufen umgeschaufelt, und in die vorige Form ge-bracht; nach einige» Stunden wird dieses Einsprengen ebenalso wiederholt, da nämlich das zuerst hincingesprcngteWasser sich verloren zu haben scheint. Unter dieser Bedin-gung wird dieses Einsprengen, doch immer »ut wenigeremWasser, nach sechs oder acht Stunden, nachdem der Ortund die Witterung beschaffe» ist, zum dritten oder viertenMale verrichtet, worauf binnen 24 Stunde» an dem Wei-zen und binnen Z 5 Stunden an der Gerste der Keim sichzeigt. Wollte es sich anlassen, als ob der Keim steckenbliebe, so hat man zu wenig gesprengt und darf in diesemFalle nur etwas nachgesprcngt werden. Ist nun binnen 72Stunden der Keim krauS, so wird das Malz weiter aus-einander gebracht, damit es zum Welke» oder Trocknenimmer näher komme. Sollie die Kälte den WachSihumhindern, so muß man den Haufen mit einer Plane (Pla-ne) oder mit Matten zudecken und darübcther etwas Was«ser sprengen, ohne in diesem Falle den Haufen umzuste»chen, welches dann erst wieder iiLlbiq ist, wen» derselbewieder warm und der Keim merklich hecvorgerückt ist.Aus dieser Art Malzbereikuiig entspringen folgende Vor-theile: i) Auö einem Mispel Weizen müssen Zoo Pfund,und aus einem Mispel Gerste 200 Pfund mehr Wasserbey dem Dörren fortgeschafft werden, wenn die Fruchteingeweicht ist, als bey dieser bloßen Anfeuchtuiig; auchwird bey der gewöhnlichen Art und bey zu großer Nassedas Malz auf der Darre schon sauer. Bey dieser Be-reitung