Malzdarre. 425
zu schassen und die darin befindliche Hitze zu mindern,wenn etwa der Schornsteinfeger stc feget, außerdem abermir eisernen Platten zugeleak sind. An der Gelle derDarre sind zwey große Oeffnungen angebracht, 2 Fuß insQuadrat, und mit-eisernen Liekhen verwahrt; durch dieseLöcher kriecht der Schornsteinfeger in die Darre, fegetsie und kehrt allen darin befindlichen Flugruß zu diesenLöchern hcrauel in eine vorgelegte Mulde. In diese Darregeht die Hitze von 2 Brannkweinblasen, welche sie so sehrerhitzen, daß Herr Neuen Hahn nun alle 24 StundenNordhauser Scheffel Malz, und zwar'das vollkommensteMalz, völlig fertig machen kann. Abends werden fünfScheffel aufgelegt, diese sind den folgenden Morgen tro»cken und werden abgenommen; sogleich werden wiederfünf Scheffel aufgetragen, welche des AbcndS ebenfallstrocken sind, ohne nur einmal nöthig zu haben das Malzzu wenden oder zu besorgen, daß es verbrenne. Dabeyist zu merken, daß der Rauch, wenn er durch die Darregegangen und seine Dienste gethan hat, noch immer vielzu kreiß durch den Schornstein in die Luft geht, indemdieser noch so warm ist, daß er wie ein mittelmäßigge-heitzter Ofen noch eine Stube erwärmen könnte. DieDarre des Herrn Neue »Hahn könnte also noch einmalso lang, nämlich ya Fuß lang seyn, und würde doppelteDienste leisten,, wenn er den Raum dazu gehabt hätte.Diese Darren haben den Vorzug, daß kein Feuer,darinauskommen kann, weil nur die trockene Hitze von denDranutweinblasen hinein schlägt, daher sich nur Flugcvß,der nicht brennt, aber kein Glanzruß ansetzt. Neuen-Hahn d. j. über die^Helme der Branntwein-blasen, nebst Beschreibung eines holzsparcn-den Blasenheerds, wie auch einer Rauch-malzdarre, mit Kupf.; und Reichsanzeiger,I795, Nr. 224. S. 20;;. folg. —
Herr I. B. Siegling, Professor der Ma-thematik zu Erfurt, erfand ebenfalls eine vortbeil-
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