Rohre. Roman.
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Rohre, gezogene, s. Büchse.
Rolle ist eine von den sechs einfachen Potenzen in derMechanik. Sie besteht auS einer runden Scheibe, diesich um eine durch ihren Mittelpunkt gesteckte Are be-wegt; der Umfang der Rolle hat einen Einschnitt, umden ein Seil geschlagen wird. Die Are heißt der Bol-zen. Brisson schlug vor, den Bolzen so in die Rollezu befestigen, daß er sich mit drehe, um die Frictionzu verhüten. Die Steife der Seile, die sich, zumalbey kleinen Rollen, sehr stark biegen müssen, ist ein nochwichtigeres Hinderniß bey der Bewegung der Rollen.Amontons hat um 1699 die Theorie davon zuerstentworfen und durch Versuche ins Licht gesetzt, worinihm Rollet folgte. AuS ihren Versuchen folgt, daßes besser ist, Rollen von einem größeren Durchmesserzu gebrauchen. Gehlers physikai. Wörterbuch, lll.E. 730.
Rollthürnit, s. Thurm.
Roman ist eine erdichtete, aber wahrscheinliche Erzählungvon den sonderbaren Thaten und Begebenheiten derMenschen, wie auch von den außerordentlichen Wirkun-gen der Leidenschaften. Der Roman soll seinen Na-men von der I^inßus UomanL rustica oder von derRomanischen Sprache erhalten haben, wie man, zurZeit der Merovingischen und Karvlingischen Könige inFrankreich, das verderbte Latein nannte; einige fran-zösische Dichter faßten ihre erdichteten Siebesgeschichtenund Fabeln in der Sprache ab, daher ibre Werke vondieser Sprache den Namen Romane erhielten.
Man findet schon Romane bey den Griechen. Denältesten griechischen Roman schrieb Heliodorus, einPhönizier und Bischofs zu Tricca in Thessalien, der iryvierten Jahrhundert lebte; sein Roman führte den Ti-tel