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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Säulenordnung. 'uz

tal sechzehn Schnörkel und drey Reihen' Blatter vonwelschem Bärenklee; der Schaft der Säule ist gerippt.

.Bitruv erzählt " die Geschichte der Erfindung deskorinthischen Säulcnknaufs folgendermaaßcn. Zu Co-rinth starb ein Mädchen in jungfräulicher Blüthe. IhreAmme setzte einige Geräthe, die ihr lieb gewesen wa-ren, in einem Korbe auf ihr Grab. Der Korb warmit einem großen Ziegelsteine oder mit einem großenviereckigten Mauerziegel bedeckt und war durch Zufallauf eine Acanthen - oder Welsch - Bärenkleepflanze znstehen gekommen. Diese schlug aus, die Blätter derPflanze umgaben den untern Theil des Korbs und dieBlätter wuchsen bis oben an den Korb hinan, wo siesich unter dem Mauerziegel schneckenförmig umbogen,und mit einer kleinen Blume endigten, welche in derMitte dieser schneckenförmigen Biegung heraussproßte.Callimachus, der dieses Spiel der Natur im Vor-beygehen sah, nahm davon die Idee zu einem neuenSäulenknauf, der nach dem Orte seiner Erfindung derkorinthische genannt wurde.

Einige meynen zwar, daß sich diese Säulenordnungschon im Tempel zu Jerusalem befunden habe, wo siedie Griechen abgesehen hätten; es kann aber durch nichtsbewiesen werden.

Plinius ^ und Vitruv gedenken noch einerattischen Säulenordnung, die von den vier bekanntengriechischen Ordnungen verschieden war, deren Gestaltaber nicht mehr bekanntest. Sie soll aus der dorischenOrdnung entstanden seyn, welcher die Athenienser einebessere Proportion gaben.

Die persische oder caryatische Ordnung, wo mananstatt der Säulen weibliche Statuen braucht, die wiepersische Sklavinnen gekleidet sind, und Gebälke oderandere Lasten tragen müssen, wurde von den Griechennach Ueberwindung der Perser erfunden. Die Ver-

B. Handb. d. Erfind, nc Th, H NN-