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Saitenharmonika.
licken Lagen au?, es hals aber nichts. Folgender Zu-fall machte ihm inoessen wieder Muth, seine Versuchefortzusetzen. Ein Harfenist, der eine Harfe in einemBoot auf der Themse bey sich hatte, hörte, daß dieHarfe bey einem Windstoß plötzlich einige Töne in derManier, die man nach eben diesem Instrument Har-pcggio nennt, hervorbrachte. Der Harfenist machtesogleich mehrere Versuche, um eine gleiche Wirkungwieder hervorzubringen, aber vergebens. Herrn Os-wald fiel es ein, daß vielleicht ein mehr beschrankterLuftstrom nöthig wäre, um ähnliche Wirkung hervor-zubringen. Er legte also die Laute an die Oeffnungeines nur etwas gelüsteten Aufschiebcfensters. In derNacht erhob sich der Wind und das Instrument tönte.Herr Oswald entdeckte, daß es dabey besondersaufeinen dünnen aber breiten Luftstrom ankam, da dieWirkung allemal erfolgte. Hierauf hat man folgen-des Instrument, welches unter dem Namen der Aeols-Harfe bekannt ist, erfunden. Es wird ein schmaler,etwas hoher und langer Kasten verfertiget, der unteneinen Resonanzboden hat, auf welchem über zwey Ste-ge, die nahe an den schmalen Enden einander gegenüberliegen, acht bis zehn Darmsaiten, alle im Einklang, nichtallzu stark aufgespannt werden. Eine der beyden Seitenläßt sich aufschieben, so daß man einen dünnen aberbreiten Luftstrom guer auf die Saiten leiten kann.Um diesem den Durchgang zu verschaffen, kann! derobere schmale Boden, wie ein Pultdcckcl, aufgehobenwerden, der an beyden Seiten noch Flügel hat, theilsum auch bey der Oeffnung desselben die Luft von denSeiten einzuschränken, theils um den Deckel bey je-dem Grade von Oeffnung durch Friction festzuhalten.So wird nun das Instrument mit der Oeffnung amSchieber dem Winde ausgesetzt; so bald dieser durch-zieht, ertönt das Instrument. Die tiefsten Töne sinddie obigen Einklänge; wie sich aber der Wind erhebt,
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