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Sattel.
d. W.) gedenkt des Schwanz-Riemens und nennt ihn1'oüilen»; auch versteht wohl Ovldius unter 6in°ul.a,wie Claudianus unter 2ona den Gurt-Riemen;aber diese beyden Stücke konnten vorhanden seyn, ohnedaß deswegen der Sattel auch schon hätte erfunden seynmüssen.
In den ältesten Zeiten ritt man ohne alle Unterlage,hernach auf Decken oder Matrazzcn und Schabracken,die man mit dem Namen Uplrippium belegte. Aus die-sen Schabracken entstand nach und nach der Sattel.Herr Hofrath Beckmann ^ hält es für wahrscheinlich,daß die Erfindung des setzt gewöhnlichen Sattels denPersern gehöre und zwar aus der Ursache, weil diesenach dem Zeugnisse des LeuophonS ^ zuerst angefan-gen haben, dem Reiter den Sitz dadurch recht weich undbequem zu machen, daß sie mehrere Decken, als sonstgewöhnlich war, über einander legten. Dazu kommtnoch, daß man anfänglich zu Sattelpferden nur persischePferde nahm; Vegetius * sagt, weil sie sanft undsicher giengen, vielleicht aber auch deswegen, weil siefrühzeitig den Sattel zu tragen gewöhnt wurden.
Nun noch Einiges über die älteste Spur des Sattels.An der Säule des Trajans soll sich eine Figur finden,die unserm Sattel ähnlich sieht. Abgerechnet, daß dieDeutung dieser Figur zweifelhaft ist, so weiß man, daßspäterhin, nämlich zur Zeit des Alexander Severus, der22s n. Eh. G. zur Regierung kam, die Sattel noch un-bekannt waren, denn damals hatte die ganze römischeReiterey nur schöne Pferdedecken. ^ Pancirollus^erzählt, daß Zonaras ums Jahr Z40 eines Sattelserwähnt, da er meldet, wie Constans seinen BruderConstantin den jüngern vom Pferd und aus dem Sat-tel gerissen und ihn getödtet habe; aber das Wort, wel-ches durch Sattel übersetzt wird, zeigt überhaupt denOrt an, wo der Reiter auf dem Pferde zu sitzen pflegt.
Indes-