Cchauessen. Schauspiel.
167
Schatten und eben dadurch eine Erhebung und Run-dung zu geben, sey vom Caravaggio erfunden wor-den. "
1. Siehe diese- Handbuch IV. Lh. S. 39.
Schauessen. Um das Jahr IZYZ erfandHanS Schnei-der, ein Zuckerbäcker in Nürnberg, die Schauesscn,in welcbcn lebendige Thiere sich aufhalten und sie aufdem T.sche herumziehen konnten. Kleine ChronikNürnbergs. 1790. S. 75.
Schaugerichte waren in Teutschland schon im iztenJahrhunderte. Den Tuchmachern in der Mark ward1295 befohlen, gefärbte und ungefärbte Tücher nicht«her aus dem Lande zu schicken, als bis sie vorher be-sichtiget oder beschauet worden waren. BeckmannSAnleit. zur Technol. 1787- S. 72.
Schaurrscher Balsam wurde von JohannesScbauraus Pferfen zu Anfange des irrten Jahrhunderts er-funden. Im Jahr 1625 erhielt er vom Rath zuAugsburg ein Privilegium darüber. Pbilpp JacobSchaur, ein Enkel des Vorigen, verbesserte ihn.Kunst - Erwerb - und Handwerksgeschichte der Reichs-stadt Augsburg von Paul von Stellen dem jungem.1779. S. 247.
Schauspiel ist die Vorstellung einer Handlung, die so-wohl durch die dabey vorkommenden Vorfalle, als auchdurch die Charaktere, Sitten und das Betragender dabey interessirten Personen, die Zuschauer auf be-lustigende, belehrende oder rührende Weile unterhält.Die Art der Dichtkunst, die sich damit beschäftiget,moralische Handlungen der Menschen durch Vorstellunglebender Personen nachzuahmen, wird die dramatischeDichtkunst genannt, und unter Drama (Handlung) ver-stehet man ein zu wirklicher Vorstellung einer Hand-lung