Schauspiel.
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gebildet wurde, ordentliche Drama entstanden. Ca-saubonus ^ leitet den Ursprung des Trauerspiels undLustspiels vorzüglich von den uralten Lustbarkeiten der,die die Menschen natürlicher Weise nach vollendekerEinsammlung der Erdfrüchte angestellt haben. Auchfindet man noch jetzt an einigen Orten TeutschlandSunter dem Landvolke, das nie etwas von ordentlichenSchauspielen gehört hatte, nach vollendeter Erndte eineLustbarkeit, die sehr genau die Gestalt einer Komödiehat. Kurz jene Feste waren bey allen Völkern die er-sten Vereinigungspunkte der verschiedenen Mitgliederderselben, und wenn auch die Priester, als Vorsteherder Feste, nicht die Vergegenwärtigung religiöser Be-gebenheiten oder dessen, worauf diese Feste berührten,dabey veranstaltet hätten, um die Fcyerlichkeit destoeindringender zu machen; so würde doch die dadurchgeweckte Einbildungskraft der Menschen sehr leicht dar-auf verfallen seyn. Anfangs bestanden diese Versinn-lichungen mehr aus stummen Auszügen und Prozessio-nen, mehr aus einem blasen Schauspiel, als aus einemeigentlichen Drama, so wie jene Schauspiele selbst,nach Maaßgabe der Eigenheiten der verschiedenen Re-ligionen mehrerer Völker, auch wieder verschieden wa-ren. Bey den Griechen bestanden sie in Satyrspielenzur Erweckung fröhlicher Empfindungen, aber bey denchristlichen Völkern in Mysterien zur Erweckung ernst-hafter Empfindungen. Es bedurfte indessen immer beyallen Völkern einer geraumen Zeit, eke das Drama seinewirkliche, ihm eigene Gestalt erhielt, und es war beyden meisten Völkern wenigstens schon zu einer rohenForm gediehen, ehe es eine bestimmte, ihm angemes-sene, eigene Statte fand. Die scenischen Schauspielescheinen in Italien, besonders in Sicilien, noch früherals in Griechenland in Flor gekommen zu seyn; das,was in der Folge von den Sicilianern und Hetruskerngesagt werden wird, macht diese Vermuthung wahr-
schein-