Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schauspiel.

schcinlich. Doch hak man es erst dem glücklichen Gee-nic der Griechen zu danken, daß aus einer rohen unddvielleicht sehr wilden Nachahmung merkwürdiger Hando-lungen da» kunstvolle Drama entstanden ist.

Bey den Griechen war Trauerspiel und Lustspieelanfangs eine Gattung. ? Beyde hatten ihren Ursprunggin den gottcsdienstlichen Feyerlichketten und Mysterievnder Alten, welche Nachahmungen der Begebenheitenn,Heereszüge und Thaten der Götter selbst waren, derer»Feste man feverte. In Griechenland gaben besvnderrSdie Bacchusfeste zur Einführung der Schauspiele Gele-genheit, bey deren Feyer besonders die attische Iugenndin Döifern und Flecken umherzog, und dem Bacchus zguEhren Lieder sang, welche Dithyramben genannt wurr-den. Das Absingen dieser Lieder, welche mit Musisikund Tanz begleitet wurden, betrachtet man als deenUrsprung der theatralischen Vorstellungen. * Währenaddieser Fcyerlichkeit wurde dem Bacchus gewöhnlich ein Bovckgeopfert, daher jene Lieder auch Tragödien genannntwurden. Wenn aber Diodor ° behauptet, daß deergriechische Bacchus, ein Sohn des Jupiter und deerSemele, schon förmliche Theater errichtet habe, so üstdieses wohl nur dahin zu erklären, daß seine Feste doa-zu die Veranlassung gaben. An diesen vereinigten stachnämlich ganze Gesellschaften oder Ehöre, aus deneendas Trauerspiel anfangs allein bestand, die dem Baac-chus zu Ehren unter Musik und Tanz Lieder fangen»,auch wohl durch Action aus dem Stegreife eine Thaatdes Bacchus vorstellten. § Dieser Chor wurde hernaachauf Zv, dann auf 24, dann auf 21 und endlich auuf15 Personen eingeschränkt. ? In der Folge ließ maanes bey Aufführung solcher Scenen nicht mehr dabey boe-wendcn, nur des Bacchus allein zu gedenken, sondcrrnman verfiel auch darauf, andere Personen vorzustellen».