Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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185
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Schauspiel.

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Indessen wurde doch bey der mittleren Komödie derGegenstand der Verspottung meist nur aus den My-then, wie Platonius meldet, genommen, und dasEhrwürdige der Mythen lächerlich gemacht, welches diedramatische Parodie war, von der man jedoch schonvor jenem Gesetz Beyspiele findet, denn die Tiganto-machie des Hegemon wurde viel früher dargestellt.Dieser Hegemon wird vom Aristoteles " ifürden Erfinder der dramatischen Parodie ausgegeben, weiler im Wettstreit mit andern Parodistcn den Sieg da»von trug.

Die dritte Gattung oder die griechische neuere Ko-mödie bildete sich allmahlig, aber doch sehr bald, ausder mittleren Komödie, obgleich auch hierzu obrigkeit-liche Befehle etwas beygetragen zu haben scheinen.Das erste Gesetz war nämlich nicht kräftig genug, dieAusgelassenheit der Dichter einzuschränken, und da eszur Zeit des Alexander ganz um die demokratischeRegicrungsform geschehen war; so wurde es damalsdurch ein neues Gesetz untersagt, auch nur den Inhaltder Komödie aus einer wahren Begebenheit zu neh-men, oder diese unter irgend einer Hülle auf das Thea-ter zu bringen, woraus eine völlige Veränderung derKomödie, oder die neue Komödie der Griechen, entsprang.Hier durfte keine wirkliche Begebenheit mehr zumGrunde der Handlung genommen werden; Personen undSachen mußten, wie sie es jetzt sind, erdichtet seyn. Da nunerdichtete Begebenheiten weniger Reiz als wahre Ge-schichten haben; so suchten die Dichter diesen Abgangdurch künstliche Verwickelung und mechanische Bear-beitung des Plans zu ersetzen, wodurch die Komödieerst ein wahres, nach Plan und Regeln bearbeitetesKunstwerk wurde. Bey der neuern Komödie war alsomehr der Charakter das Hauptwerk, da es in der altenKomödie die Fabel war; die alte Komödie lieferte nur

so-