Schauspiel.
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chen. Demohngeachtct schrieb Apollinaris, Bischofin Laodicäa, im vierten Jahrhundert Trauerspiele in derManier des Euripides und Lustspiele in der Manierdes Menander, die zum Gebrauch für Schulen dienensollten und der Stoff dazu war aus der biblischen Ge-schichte alten Testaments genommen. " AuchGrego-rius von Nazianz machte im vierten Jahrhundert ausdem Leiden Christi ein Trauerspiel nach christlichem Maaß-ffabe, das noch übrig, und, dem Prolog nach zu urthei-len, gar aufgeführt worden ist. 7» Gegen das Jahry 8 » machte Rhoswitba zu GanderSheim dergleichenlateinische Schauspiele.
Unter die eigenthümlichen Lustspiele der christlichenVölker gehören die so genannten Narren- und Esels- Fe-ste, 76 r,m das Jahr 990 sn Kvnstantinopel ihrenAnfang genommen zu haben scheinen. 77 Mit ihnen zu-gleich entstand eine dramatische Lustbarkeit, die sich auchnur als eine Komödie ansehen läßt, nämlich die Myste-rien, die anfänglich nur aus bloßen Proccssionen bestan-den , welche die Leidens- und Auferstchungsgeschichte dar-stellten. wobey aber doch die Personen in fremden Ge-stalten erschienen, und womit man wahrscheinlich baldGesänge und Gespräche verband. Sie wurden vonPriestern, Mönchen oder Schulknabcn, und zwar anfäng-lich in den Kirchen, aufgeführt. Die älteste bekannteSpur davon ist die im eilftcn Jahrhundert in Englanderschienene Mysterie der heiligen Katharine. In denMysterien spielt der Teufel gewöhnlich die Rolle einesLustigmachers. Flögel 7« hält Italien für das Va-terland der Mysterien.
Aus den Mysterien entwickelten sich bald die soge-nannten Moralitäten oder die Intel-Incles der Engländer,in denen meist allegorische Personen vorkamen, wozuschon die in manchen Mysterien vorkommenden aliegori-. Handb. d. Erfind, »irLH, N scheu