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Schauspiel.
gewebte Bezauberungen mehr Leben ; doch hatten dieSpanier schon zu Anfange des ibten Jahrhunderts ge-schriebene, aber nicht aufgeführte Stücke, die der eigent-lichen Komödie naher kamen. Dahin gehören die achtStücke, welche ein Geistlicher, Barth. de TorresNaharro, unter der Aufschrift.keopolackia, 1520 zuSevilla heraus gab. Er brachte zuerst Handlungen aufdie Bühne, in denen man Plan und Verwickelung findet.Naharro soll auch zuerst das Wort lornscka für Actgebraucht haben. Auf ihn scheint Juan de Euevagefolgt oder doch 'dem Cervantes vorgegangen zuseyn; schon im Jahr 1588 wurden Komödien von ihmgedruckt, die mehr Handlung, mehr Verwickelung undbessere Entwickelung haben, als die des Naharro;kurz er vervollkommnete die spanische Komödie. Indes-sen gestellt er auch selbst, daß ihm die Spanier Schuldgeben, er habe zuerst Könige und Königinnen mitten un-ter gemeine Leute in das Lustspiel eingeführt, und dadurchLie allmahlige Verunstaltung desselben veranlaßt. Ernennt auch verschiedene altere Dichter, als Quevara,Gutiere de Catina, Cazar, Fuentes, Ortitz,Megia, Malara, die in ihren Stücken den Regeln-er Alten treu blieben, sagt aber zugleich, daß das Volkdieser Simplicität überdrüßig geworden und daß schonvor ihm die Alten nicht mehr als Gesetzgeber betrachtetworden wären, daß er endlich die Komödie von fünf aufvier Acte eingeschränkt habe.
Unter den eigentlichen dramatischen Producten derSpanier haben die acht Stücke des Christ. deVirües ,die i6oy heraus kamen, zuerst den Titel der Tragiko-mödien geführt und waren es zum Theil auch wirklich.Er selbst rühmt in der Vorrede seiner Werke, daß er dasBeste der alten Kunst mit dem neuern Gebrauche vereini-get habe. Diesen neueren Gebrauch hält man für dieEinführung überflüßiger Personen, die nicht zur Hand-lung