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Schauspiel.
reich verschiedene Arten der Farcen, die aber bald in's-Plumpe, in persönliche Satyre und in Zweydeutigkeitenausarteten. Die älteste bekannte Farce, die den TitelKomödie führt, ist die (lorriedie des deux k'illes et descleux inaoiees, wovon Margarethe von Valois,Franz t. Schwester, die Verfasserin seyn soll.
Eine zweyte Gattung komischer Dramen sind die vo-lles oder Sotisen, deren Entstehung in den Anfang desizten Jahrhunderts, in die Regierung Carls Vl.(ch 1422), fallt. Ihr Name und ihr Daseyn schreibtsich von einer Gesellschaft junger Leute her, die sich da-mals unter dem Namen der Butans läns lcnwv oder derKinder ohne Sorge vereinigten, und deren Vorsteher sichSinnes äs; Lots, Iloi des Lots oder Fürst der Thorennannte, vermuthlich weil er sein Reich auf die Thorhei-ten der Menschen gründen wollte. Diese Gesellschaftführte auch selbst ihre Stücke auf; die Personen darinwaren allegorische Wesen, wie in den Moralitäten, un-terschieden sich aber von den Moralitäten dadurch, daßsie keine Moral lehren, sondern Gebrechen und Lasterzüchtigen wollten. Die Gesellschaft, welche diesenStücken den Namen gab, scheint um 1612 wieder ein-gegangen zu seyn. In den Sotiscn wurde weder Geist-lichkeit, noch König-geschont. Anfangs scheinen sie al-lein gespielt worden zu sepn, aber sehr bald wurden sievon den Oeocs de la Ila^oclre mit den Moralitäten zu-sammen und so gar in Verbindung mit den Mysterien der(lonkieoie de la lRllion, deren Vorstellungen davon denNamen der teux de xnis pries erhielten, als Zwischen-und Nachspiele aufgeführt, do
In der letzten Halste des iZten Jahrhunderts hattendie Franzosen bereits eine Komödie von der Gattung desNiedrigkomischen, l'^dvoeat katelin genannt, die sichnoch jetzt auf der französischen Schaubühne erhält. ^
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