Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
Seite
226
JPEG-Download
 

6

Schießpulvcr.

VossiuS behauptet in seinen Odservativnibus, daßschon Julius Africanus im Jahr 215 n. C. G.die Bereitung des Schießpulvers zuerst beschrieben habe.

Callinikus auSHeliopolis inPhönizien, ein Uebcr-laufer der Saracenen, die das Schießpulvcr von denChinesern kennen gelernt haben sollen,* soll dem grie-chischen Kaiser Constantinus Pvgonatus den Ge-brauch des Pulvers und groben Geschützes i. I.670. oder 676 bekannt gemacht haben, der sich danndesselben zur Zerstörung der saracenischen Flotte be-diente; ^ man sieht aber, daß hier das griechischeFeuer mit dem Schießpulvcr verwechselt worden ist.

Elmacinus erzählt im ersten Buche der saraceni-schen Geschichte, daß Hagiagäus, der 6yo n. C. G.Mecca belagerte, durch Mörser mit Hülfe der NaphthaKugeln auf die Caba geworfen und dadurch das Dachzerschmettert, in den Brand gesteckt und in die Aschegelegt habe. Hier hatte also die Naphtha die Stelle desSchießpulvers vertreten.

im l^oiiveair Liippläiir. an victiorinairo clöLazcke gedenkt eines Griechen Marcus, der zu denZeiten des Mesue lebte (welcher 846 oder 365 n.C. G. starb) und ein Buch ncoi/ ?ru^asi, <le conr-posilione inoiiiünr, hinterlassen, welches Ö. Mead be-sessen habe; in diesem Buche sey das Verhältniß derIngredienzien zum Schießpulvcr so genau, wie ineinem Recept angegeben. I). Sam. Jebb bestätigetdieses, daß unter der Handschrift des v. Mead aufder Bibliothek zu Oxford sich ein Buch eines MarcusGracus unter dem angezeigten Titel befinde, worineine Mischung von 2 Pfund Kohlen, 1 Pfund Schwe-fel und 6 Pfund Salpeter zu Feuerwerken vorgeschrie-ben sey, welche Mischung der Vorschrift zum Pulversehr nahe kommt. Jebb hält dafür, daß dieses Buch

weit