Schießpulver.
diese Erfindung zu Goslar, ^ nach Andern zu Cölngemacht haben. Ueber bie Zeit, wenn er seine Erfin-dung machte, ist man noch strittiger; Einige behaup-ten zu Nürnberg im Jabr iZiA, " Andere nennenden Ort nickt, aber das Jahr izzo, ^ Anderesetzen seine Erfindung in's Jabr xgzr, aberAventinus, Pfeffinger, Struv, Fe-lix MalleoluS und Schroeckh setzen sie in'sJahr 1354; noch Andere nennen das Jahr igfiyund Einige meynen, daß Schwarz seine Erfindungerst unter der Regierung deS Kaiser Wenzels (iZ?8bis 1402) gemacht habe, " und setzen sie entweder in'sJahr iZ?8 oder iZ8c>, wo er sie zu Goslar gemachthaben soll. " Darin sind Alle einig, daß ihn ein blo-ser Zufall darauf geleitet haben soll. " Schwarzsoll ein Liebhaber der Chemie gewesen seyn, der sichmit der Verwandlung der Metalle beschäftigte, undeinst die zum Pulver gehörigen Materien, Salpeter,Schwefel und Kohlen, in einem Mörser stampfte, die-sen mit einem Steine bedeckte und auf's Feuer brachte,wo eine Funke hinein fuhr, die Materie anzündeteund den Stein, welcher den Mörser bedeckte, mit Hef-tigkeit in die Höbe warf. " Andere nennen start desdeins nur die Mörserkeule, und behaupten, daß derFunke nicht vom Heerdfeuer, sondern vom Anschlageneines Lichts, womit sich Schwarz eben beschäftigte,und die gestampfte Masse neben sich gestellt hatte, hin-eingefahren sey, Da man nun weder das Vaterlanddieses Mannes, noch die Zeit, wenn er lebte und seineErfindung machte, noch den Ort, wo dieses geschah,weiß; so haben Mehrere daran gezweifelt, daß Bar-thvld Schwarz jemals gelebt habe, oder sie leugnendock, daß er das Pulver erfunden habe, Es ist aberimmer noch bedenklich, diesen beyzustimmen, weil dochso Viele dem Barthold Schwarz diese Erfindungzuschreiben, und an einer Sage, die noch vor 50 Jahren