Echkeßpulver.
SZZ
hie Nutzung des Salpeters als ein Regale, worausder häufige Gebrauch des Pulvers erhellet.
In Rußland wurde das Pulver erst 1475 bekannt,also nicht früher als in Schweden, wie man bisl-erbehauptet hat, denn die Schweden kannten es schonam Schlüsse des ^oostcn Jahres, Aristotelesvon Bologna lehrte die Russen Kanonen gießen, diesie im Jahr 1482 mit gutem Erfolg bey der Belage-rung von Fellin brauchten. "
Heinrich V. in England soll schon im Jahr 1400die Ausfuhre des Schießpulvcrs verboten haben; dar-aus laßt sich vermuthen, daß die Engländer schon da-mals Pulver verfertigten. Dieß wäre dann kein un-wichtiger Zweifel gegen die Behauptung, daß die Eng-länder erst unter der Regierung der Elisabeth,um's Jahr 1560, angefangen hatten, Pulver zu ver-fertigen, und daß sie solches bis dahin von den Aus-sandern gekauft hätten.
Anfangs wurde das Schießpulver so fein wie Mehloder Staub bereitet, aber mit dem r6ten Jahrhunderterfanden die Franzosen die Kunst, es zu körnen. Manführte diese Körnung ein, um den Gebrauch des Pul-vers bequemer zu machen und die Verwitterung dessel-ben zu verhüten; auch glaubte man, daß das Pulverdurch die Körnung viel an Kraft gewinne, weil dasFeuer zwischen den Körnern einen freyeren Durchganghat; aber Herr Hofr. Beckmann behauptet, daß dasgekörnte Pulver schwächer sey, weil die Körnung nichtohne Feuchtigkeit, die allemal die Kraft des Pulversschwächt, geschehen kann.
Zu Augsburg und Venedig wurden die ersten Pul-vermagazine angelegt,
Um das Pulver zu verwahren, erfand der P. Co-ronelli zu Ancona im Jahr 1699 lederne Pulver-säcke,