Schifffahrt.
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höhern Schiffkunst, die in der Folge Wissenschaft wurde.Ihr ausgebreiteter Handel laßt es auch gar wohl vermu-then, daß sie nicht nur viele Erfindungen IN der Schiff-kunst machten, sondern auch ihre Kenntnisse in's Abend-land verpflanzten. Anfangs richteten sich die Phönizierdes Nachts nach dem großen Bar; b? diese Wahl hatteaber Unbequemlichkeiten, daher wählten sie zuerst denäußersten Stern im Schwänze des kleinen Bärs, das ist,den Polarstern zu ihrem Führer, welches 1250 Jahrevor Christi Geburt geschehen seyn soll. Die Griechensollen durch den Argonauten Nauplius zuerst belehrtworden seyn, sich bey der Schifffahrt nach den Sternenzu richten. ^ Sie sollen sich auch anfänglich nach demgroßen Bär oder dem Heerwagcn, Helice genannt, ge-richtet haben; aber Thales von Mileto, ein ge-borner Phönizier, zeigte ihnen zuerst, sich bey der Schiff-fahrt nach dem Polarstern am kleinen Bär zu richten. "Die Schiffe der Alten hatten übrigens immer Segel undRuder zugleich; auch hatten sie nur einen Mast, dochmit mehreren Segeln. Die Alten lernten aber das Se-gel nie völlig so gut, wie jetzt, gebrauchen.
Der Engländer Eduard Wright verbesserte diefehlerhafte Projection der Seekarten.
Wissenschaft wurde die Schifffahrt nicht eher, als bisdie Astronomie einige Stärke gewonnen hatte. DerPortugiese Peter Nunncz oder Nonius, geb. zuAlcazar, einem Dorfe in Portugal, legte iZZo den er-sten Grund zur Theorie der Loxvdromic», und erklärte diemechanische Aufgabe des Aristoteles von der Bewe-gung der Schiffe durch Ruder.
Unter Ludwig XIV. brachte Richelieu in Frank-reich die Schifffahrt in Aufnahme, und legte sogar Schu-len an, worin die See-Offiziere unterrichtet wurden.Den Franzosen gehört die Ehre, daß sie die Schiffskunstzuerst in Regeln brachten. Der Pater Paradies, der
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