260 Schifffahrt.
der Ritter Nenaud^und der Pater Paul Hottebemüheten sich zuerst darum, und Paul Hotte, det1700 starb, that dieses besonders in seiner Hisoris 6sla dlavizcttwn; aber Huygens zeigte 1714, daß ihrSystem auf keinem festen Grunde beruhe, daher Jo-hann Bernoülli, der 1747 starb, eine neue Theo-rie erfand, deren Gründe ganz unwidersprechlich sind.Ihm gehört also die Ehre, daß er die Schiffkunst in rich-tige Regeln brachte; sein Werk führt den Titel: la iVIa-noeuvrs 60 1a l^avi'oation, worin er besonders die Kunst,die Segel zu richten und das Steuerruder zu regieren,am besten beschrieb. Sein Bruder, Jacob Bernoul-ki, ersand den Schifferzirkrl, der im Tcußcrlichen mitdem Proportional-Zirkel übereinkommt. Durch diesesInstrument kann man, aus der gegebenen Breite einesOrts zur See, die Lange desselben finden, und zwar nachloxodromischen Rechnungen. Er machte diese Erfindung169Y bekannt. " Nachher handelte Bouguer dieSchiffsbaukunst theoretisch und praktisch ab, in feinem^ l^raits 6s marine und Du Hamel, in seinem Lksavgur tes naanoeuvres 6es vaisseaux, handelte besonders dasTauwerk ab. Der Franzos Pitot machte 17z! Bek-ln oulli's Lehre den Seefahrenden verständlich, undBouguer machte sich besonders um die richtige Stel-lung des Mastbaums verdient. Erst suchte man denMittelpunkt der Schwere des Mastbaums vermittelst«irres kleinen accuraten Modells durch mechanische Hand-griffe zu finden. Bouguer zeigte aber, daß das me-chanische Verfahren unrichtig sey, und daß jener Zwecksicherer durch Berechnung erreicht werden könnte. ^Neuerlich machte Herr O. Berg er in Graudenz ver-schiedene Vorschläge zur Verbesserung der Schifffahrt be-kannt, die er anfangs r-77, aber verbessert im Jahr»787 unter dem Titel bekannt machte: Vorschlägetzur Vervollkommnung der Schifffahrt, denseefahrenden Nationen gewidmet. Berlinder Hess«, Ditz