Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schminkt.

und das Gesicht gereiniget habe; auch kannte er einesyrische Wurzel, womit man Wolle und die Wangenfärbte. Einige Damen ließen sich das Gesicht mit inEselsmilch geweichtem Brode aufschwellen. Die schönePoppea gebrauchte eine fette, ölige Schminke, wel-che eine Art Kruste formirte, die man einige Zeit aufder Haut liegen ließ und dann mit Milch wieder ablösete.Sie machte eine sanfte, weiche Haut, und erhob dieWeiße des Teints. Diese Kruste bildete eine ordentlicheLarve und der verschönerte Teint, die Blüthe der Haut,wurde für den Geliebten aufgespart. Poppea, wel-che diese Schminke erfunden hatte, führte deswegenüberall, sogar in ihrem Exil, eine Heerde Eselinnenin ihrem Gefolge. Zu Cäsars Zeit schminkten sichdie Britannier mit einer himmelblauen Farbe. ^ Sui -das erzählt, daß die Frauenzimmer Ochsenzungcnwur-zcl zur Schminke gebraucht harten. Man halt deitWilhelmuS de Saliceto oder Placentinus fürden Ersten, der das Mercurialwasscr im izten Jahr-hundert zur Schminke angerathen hat. § Katharinavvn Medicis brachte zuerst die Mode der Schminkeaus Italien nach Frankreich, von da kam sie bald, be-sonders unter Ludwigs XlV. Regierung, an die übri-gen europäischen Höfe. ? Die russischen Damen ver-standen es schon vor dem Zaar Peter I., roth aufzu-legen, sich die Augenbraiincn zu zwicken, sie zu malen,und sich künstliche zu verfertigen. Die Grönländerin-nen färben sich das Gesicht mit Weiß und Gelb, und dieFrauenzimmer von Zembla machen blaue Streifen aufStirn und Kinn. Die Frauenzimmer auf der InselSumatra bedienen sich, um die Haut weich und sanftzu machen, einer.weißen Schminke, welche Punguhrgenannt und auf folgende Art verfertiget wird. Sieweichen feinen Reiß lange Zeit in Wasser, trocknenund pulvern ihn, und feuchten ihn wieder zu einemTeige an, darunter mengen sie Ingwer und die Blät-ter