. Schreibekunst.
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kching-chi in der Entfernung ihre Gedanken durchSchnuren mit, die man mit verschiedenen Knoten be-zeichnete ; ^ Andere thaten dieses durch Einschnitte inHolz. b
Die Schreibekunst entsprang aus der Zeichenkunst,sobald man es in dieser so weit gebracht hatte, daßman die Umrisse natürlicher Gegenstände zeichnen konn-te ; dieses erhellet aus der ältesten Art der Schrift,welche eine Bilderschrift, im eigentlichen Sinne desWorts, war. Man malte nämlich die Gegenstände,an welche man Andere erinnern wollte, ihrer ganzenFigur nach, ab. Um z B. anzuzeigen, daß ein Mensch«inen Andern getödtct habe, zeichnete man einen Men-schen, der ausgestreckt auf der Erde lag, undeinen Andern, der vor ihm stand und ein Gewehrin der Hand hatte. Vermöge dieser Schrift konntenjedoch nur körperliche Dinge und wenige Handlungenausgedrückt werden, und da sie aus unförmlichen Bil-dern natürlicher Gegenstände bestand, erhielt sie denNamen Bilderschrift, von welcher hauptsächlich die EgyP-tier Gebrauch machten. ^
Diese Art zu schreiben war aber sehr beschwerlich,daher man die zweyte Art der Schrift erfand, welchein schicklichen und verständigen Abkürzungen der Figu-ren körperlicher Dinge bestand. Man zeichnete näm-lich nicht mehr das ganze Bild von der Sache hin,die man kenntlich machen wollte, sondern verfiel dar-auf, die Zeichnung abzukürzen, und nur einige kennt-liche Züge von dem Gestände auszudrücken. Um z. B.einen Walker anzuzeigen, malte man zwey Menschen-süße im Wasser. ^
Nachdem man nun die in die Augen fallenden Ge-genstände abbilden konnte, versuchte man es auch,Dinge, die nicht in die Augen fallen, sondern mit demLerstande gefaßt werden müssen, z. B. Eigenschaften,Tugenden u. s. w, durch solche aus der Natur oder
Kunst